Der Verein "Diakoniewerk Elb-Havel-Winkel", welcher die Diakoniestation Kamern trägt, hat seit der Wahl im Dezember einen komplett neuen Vorstand. In der Vorwoche trat dieser zu seiner ersten Sitzung zusammen.

Kamern. Turnusmäßig erfolgte im Dezember die Neuwahl, in dessen Folge wurde der Vorstand komplett erneuert. Das Gros der neuen Mitglieder ist bereits über längere Zeit im Verein tätig.

Neuer Vorstandsvorsitzender ist der Stendaler Pfarrer Ulrich Paulsen. Er sammelte im stationären Bereich bereits Erfahrungen in der Klinikseelsorge sowie als Leiter des Stendaler evangelischen Hospizes. Sein Stellvertreter im Vorstand ist Andreas Engel aus Kamern, er wird den engeren Kontakt mit der Diakoniestation in der Dorfstraße 6 pflegen.

Mit im Vorstand arbeiten zudem Kerstin Ulrich, Simeon Simeonov und Andreas Gierke. Sie wollen die fast 20-jährige Arbeit der Station unter den Erfordernissen der Gegenwart fortführen. Dazu ist stets an der Qualität der Pflege zu arbeiten, es muss eine ausgereifte Übersicht über die wirtschaftliche Lage vorhanden sein und Perspektiven sind zu suchen.

Die fast 30 Mitarbeiter der Station versorgen täglich in zwei Schichten annähernd 160 Patienten im gesamten Elb-Havel-Land. Dazu müssen sie bei jedem Wetter unterwegs sein. 16 Autos stehen ihnen dafür zur Verfügung. Seit Anbeginn ist Angelika Tempel Leiterin der Station, des größten Arbeitgebers in Kamern.

"Die Mitarbeiter bringen für viele einen Beitrag zur Lebensqualität in den Haushalt", teilte der Pfarrer mit. Er will mit dem neuen Vorstand eine kompetente Öffentlichkeitsarbeit fördern und die Vernetzung der Arbeit mit verschiedenen Ebenen stärken. Erneuert werden soll die bewusste Bindung an die evangelische Kirche und die Gemeinden.

Dazu gehört auch die Suche nach Unterstützern und Förderern. Spenden sind wichtig, da nicht alle diakonischen Aufgaben von den Kassen bezahlt werden. Beispielsweise müssen regelmäßig neue Fahrzeuge beschafft werden, die ältesten sind sechs Jahre alt. Das hört sich nicht viel an, aber die Autos sind jeden Tag bis zu 240 Kilometer unterwegs. In sechs Jahren kommen da um die 500 000 Kilometer zusammen.

Eine Aufgabe für den Vorstand ist jetzt, zusammen mit der Stationsleitung den großen Festakt zum 20-jährigen Bestehen am 18. März in Kamern vorzubereiten. 1991 hatte der damalige Pfarrer Gerhard Scheil die Station ins Leben gerufen. Damit sicherte er den einstigen Gemeindeschwestern, die im vereinten Deutschland überflüssig wurden, ihren Arbeitsplatz. Der Havelberger Pfarrer i. R. Ullrich Wolff führte diese Arbeit über viele Jahre bis zum Vorjahr fort.