Havelberg (as). Seit einigen Wochen genießt Havelbergs bisheriger Domkantor Gottfried Förster seinen Ruhestand. Gestern wurde er für sein Lebenswerk geehrt. Anlässlich des Neujahrsempfanges durfte er sich in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Bürgermeister Bernd Poloski nahm die Auszeichnung vor und würdigte die Leistungen und das langjährige Engagement von Gottfried Förster, der im vergangenen November seinen 65. Geburtstag gefeiert hatte. Völlig überrascht nahm er die Ehrung erfreut entgegen.

In der Laudatio steht: "Weithin sichtbar kündet der Havelberger Dom St. Marien von der kulturvollen Geschichte unserer Stadt, und das nicht nur in ferner Vergangenheit. Der Dom war immer und ist auch heute das Kulturzentrum Havelbergs. Er belegt an der Straße der Romanik sehr anschaulich die Kirchenbaugeschichte vieler Kunstepochen. Darüber hinaus bietet er den vielen kunstinteressierten Einwohnern und Gästen unserer Region niveauvolle Kultur und Kunstgenuss der besonderen Art.

In unzähligen kleinen und herausragenden großen Konzerten kann der Besucher den Facettenreichtum der Musik der Jahrhunderte im historischen Ambiente erleben. Damit untrennbar verbunden ist der Name Gottfried Förster. Er hat in den vergangenen drei Jahrzehnten in seiner Eigenschaft und Berufung als Domkantor wie kein anderer zuvor dieses Kulturzentrum geprägt. Dafür stehen die Arbeit mit verschiedenen Chören, vermitteltes Wissen in Dom- und Orgelführungen, die Dommusiken, Begriffe wie MDR-Musiksommer und unter seiner Leitung große Aufführungen des Kantatenchores mit anderen Kantoreien, Solisten und Orchestern, wie zuletzt Haydn‘s ,Schöpfung‘ im Oktober 2010 in der Stadtkirche St. Laurentius. Die Hansestadt Havelberg hat viel ihrer kulturellen Identität ihrem Domkantor i.R. Gottfried Förster zu verdanken."