Den schönsten Kleingartenvereinen blüht auch in diesem Jahr wieder ein Fest. In drei Kategorien werden dieser Tage im Landkreis Stendal die Gärten von 54 Vereinen bewertet. Am Dienstag standen Havelberg und Klietz auf dem Tourenplan der Jury.

Havelberg l Der Kleingartenwettbewerb der Gartenfreunde Stendal wird auch in diesem Jahr mit Unterstützung der Volksstimme für alle Gartenfreunde zu einer Herausforderung. Unter dem Motto "Dem schönsten Kleingartenverein blüht ein Fest" fiel der Termin für die Besichtigung der Havelberger Gartenanlagen auf einen sehr heißen Tag. "Wenn das heute Morgen schon so eine Hitze gewesen wäre, hätten wir den Tag wohl nicht überstanden", meinte der Vorsitzende des Kreisverbandes der Gartenfreunde Manfred Meckel beim Besuch in der Gartensparte "Am Schmokenberg".

"Wir wollen die Sorgen in Bezug auf den Leerstand der Landesregierung vortragen."

Manfred Meckel, Vorsitzender der Gartenfreunde Stendal

Gemeinsam mit Marita Grothe, Bernd Zimmermann und den beiden Fachberatern Georg Wilke aus Tangerhütte und dem Osterburger Paul Heim hatten sie in Havelberg schon die Kleingartenvereine "Einigkeit", "Weinberg", "Fleckengarten", "Frisch auf", "Sonnenschein", "Am Schwimmbad" und "Sonnenblume" besucht. "Daher können wir auch jetzt schon sagen, dass es eine leichte Verbesserung in allen Kleingartenanlagen in der Hansestadt Havelberg gibt", freut sich Manfred Meckel.

Im Schatten einiger Bäume hatte die Bewertungsgruppe eine kleine Pause eingelegt. "Schwerpunkte sind immer wieder die etwas größeren Sparten, wie hier in Havelberg die ,Einigkeit` und ,Sonnenblume`, wo wir einen Leerstand von Parzellen zu verzeichnen haben", so Fachberater Georg Wilke. Die Leerstände in allen Kleingartenanlagen sollen bis zum 31. Juli statistisch erfasst werden. "Wir wollen die Sorgen der Kleingärtner der Landesregierung vortragen, um so zu helfen und gemeinsame Lösungen zu finden", sagte der Vorsitzende Manfred Meckel.

Als positive Entwicklungen in den Havelberger Anlagen sah die Kommission zum Beispiel den Vereinsgarten in der Sparte "Weinberg", der wunderschön auf einer Wiese mit einer großen Laube entstanden ist. Ähnlich sieht es auch "Am Schmokenberg" aus, denn auch hier haben die Gartenfreunde, unter Vorsitz von Peter Steller und seinem Stellvertreter Hartmut Pohl, einen Vereinsgarten geschaffen. In dieser Anlage gab es auch nichts zu bemängeln.

Die Hecke, die sich lang durch die ganze Gartenanlage zieht, müsste geschnitten werden, aber noch ist Brutzeit und das hat Vorrecht. Für die gepflegten Parzellen gab es lobende Worte und mit einigen Laubenpiepern - wegen der Hitze waren nur wenige Gartenfreunde anzutreffen - kam die Jury ins Gespräch. Lobende Worte fanden die Gäste auch für die Insektenhotels.

"Wir sind keine Gartenpolizei. Unsere Aufgabe ist es, zu prüfen, ob alles im Rahmen ist und keiner Unfug mit seinem Garten anstellt. Dabei schauen wir dann auch, welche Gartenanlage besonders schön ist und ob es irgendwo Mängel gibt", erklärte Manfred Meckel. Nach dem Besuch in der Sparte "Am Schmokenberg" ging es dann weiter nach Klietz zu den Anlagen "Waldesruh" und "Immergrün".

Die Wettbewerbskommission ist bis 20. Juni im Kreisgebiet unterwegs. Im Anschluss wird in den drei Kategorien (bis 40 Parzellen, bis 90 Parzellen und mehr als 90 Parzellen) die jeweilige Sieger-Sparte ermittelt. Neben dem Fest für den schönsten Gartenverein jeder Kategorie gibt es auch Pokale für die schönsten Anlagen und einen für den schönsten Einzelgarten.

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