Havelberg (ans/asr) l Der schwere Gewitterguss, der gestern Mittag über die Elbe-Havel-Region zog, hat für einige Feuerwehreinsätze gesorgt. Die Havelberger Kameraden wurden als erstes ins Havelvorland gerufen, wo ein Keller leergepumpt werden sollte. Im Anschluss wurden sie in die Uferstraße geschickt, wo das Wasser wie ein Bach über die Straße lief. Nächster Einsatzort war die Bahnhofstraße im Bereich Bistro und Wasserschutzpolizei. Es folgten die Kita "Zwergenland" und die Löhestraße 1 bis 5. Gepumpt wurde an keiner Stelle, das Wasser floss dann doch von allein ab. An der Kita wurden Aufräumarbeiten erledigt. Im Bereich Vehlgast-Kümmernitz musste die Feuerwehr der Ortschaft einen umgekippten Baum von der Straße entfernen. Die Kamernsche Feuerwehr pumpte in Hohenkamern einen Keller leer. Die Schollener Wehr beseitigte in Richtung Nierow und Ferchels Bäume, die auf die Straße gestürzt waren.

Sechs Schönhauser rückten aus, um einen Keller in der Heinestraße auszupumpen. Über 20 Zentimeter hoch stand die Kreuzung Schulstraße/Mittelstraße/Trübenstraße unter Wasser. Am NP-Markt lief der Parkplatz über. Im Wiesengrund stand das Wasser auf etlichen Grundstücken, informierte Bürgermeister Alfons Dobkowicz. Volksstimme-Wetterbeobachter Franz Böttcher informiert, dass es so einen starken Regen lange nicht mehr gegeben hat. Binnen drei Stunden, von 11.30 bis 14.30 Uhr, sind 57 Liter pro Quadratmeter gefallen, "das ist eine enorme Menge für diese kurze Zeit".