Zum 13. Mal feiern die Havelberger und ihre Gäste das Domfest. Das mittelalterlich geprägte Spektakel startet am Sonnabend, 21. Juni, um 12 Uhr auf dem Domplatz. Bereits am Vorabend gibt es Blues und Boogie Woogie auf dem Klosterhof.

Havelberg l Ein Höhepunkt bei der 13. Auflage des Domfestes dürfte das Musical sein, das Kinder am Sonnabend im Dom aufführen. Kantor Matthias Bensch und seine Frau Katharina proben seit Anfang des Jahres mit den Kinderchormitgliedern für die "Aktion Arche". Die Geschichte der Arche Noah wird in Texten und Liedern dargestellt. Bei der Hauptprobe vergangene Woche trugen die Darsteller bereits ihre Kostüme. Vor dem Altar stand eine große Holzwand. Auf ihr ist die Arche gemalt. Nach und nach werden während des Musicals Tücher fallen, um den Baufortschritt zu verdeutlichen.

Die Rolle der Erzähler übernehmen Tamara Damer und Karl Städler. Matthias Bensch begleitet die Kinder am Klavier. Eventuell kommen noch Schlagzeug und Gitarre dazu. Etwas Lampenfieber wird im Spiel sein, wenn am Sonnabend um 16.30 Uhr die ersten Takte erklingen. Doch einige der zwölf Mädchen und Jungen des Kinderchors der evangelischen Kirchengemeinde sind bereits erfahren, hatten zu Weihnachten das Musical "Stern über Bethlehem" aufgeführt. An diesem Donnerstag findet die Generalprobe statt.

Johannisfeuer und Feuertanz zum Abschluss

Bei der Vorbereitung bekamen Katharina und Matthias Bensch Unterstützung zum Beispiel von Oma Karin Schulze. Sie hat die Kostüme genäht und Steine angefertigt. Ulrich Damer aus Glöwen hat die Arche aus Holz gebaut. Brigitte und Friedrich Egberink bemalten sie. Die Firma Russ stellte die Werkzeuge zur Verfügung.

Das Programm des Domfestes kann sich wieder sehen lassen. Es ist mittelalterlich geprägt, wofür zum Beispiel Gaukler, Händler, Handwerker und Straßenmusikanten sorgen. Um 12 Uhr eröffnen Bürgermeister Bernd Poloski und Dompfarrer Frank Städler das Fest. Im Anschluss sind die "Havelspatzen" aus den beiden Havelberger Kitas und die Tanzgruppe "Arabeske" auf der Bühne am Dom zu erleben. Bis zum Abend hin ist auf dem Domplatz, im Dom und im Klosterhof für gute Unterhaltung gesorgt. Unter anderem mit Puppenspiel und den Musik- und Tanzgruppen "Rabengesang", "Tanzbeyn" und "Pipentid". Das traditionelle Johannisfeuer beendet ab 21.30 Uhr den bunten Reigen. Freuen dürfen sich die Festgäste dabei auch auf einen Feuertanz.

Zu denen, die altes Handwerk präsentieren, gehören Steinmetz Reinhold Rogge, Schmiedemeister Kurt Kubat, das Kloster Jerichow mit der Lehmziegelherstellung und Detlef Preetz vom Prignitz-Museum, der zum Seileherstellen einlädt. Familie Friedl ist mit ihrer historischen Apotheke vertreten. Angelika Seecker lädt Kinder zum Kerzenziehen ein. Caren Pfundt zeigt ihre Spinnkunst, ebenso die Spinnfrauen aus Klietz. Bei Töpferin Ute Schröter können Keramikgefäße hergestellt werden.

Boogie Woogie und Blues am Vorabend im Klosterhof

Das Speisenangebot ist ebenfalls vielfältig. Auf dem Klosterhof übernehmen Steffan Warnstedt und Norbert Kühnel die Versorgung - auch schon am Vorabend, wenn ab 19 Uhr Boogie Woogie und Blues mit Steve "Big Man" Clayton und der "Berliner Blues Elite" ertönt. Zu diesem Openair lädt der Verein "Kunst im Rathaus" ein. Am Sonnabend gibt es außerdem zum Beispiel Schwein am Spieß, Wildbratwürste und Fischgerichte. Für Süßes ist mit dem Kuchenbasar gesorgt. Kuchenspenden dafür können am Freitag und Sonnabend im Paradiessaal abgegeben werden. Obstwein, Fruchtaufstriche, Kombucha und Schafskäse ergänzen das Angebot.

Im Prignitz-Museum ist der Eintritt ebenso wie zum gesamten Fest frei. Hoch hinaus können die Besucher gehen, wenn sich Eulenturm und Büßerkammer sowie Westwerk öffnen. Die sagenhafte Domführung, Festgottesdienst, Kreatives und Spielereyen zählen außerdem zum Programm.