Die Mitglieder des Havelberger Modellflugclubs "Otto Lilienthal" (MFC) haben sich am vergangenen Wochenende traditionell zum Walter-Luksch-Gedenkfliegen getroffen.

Havelberg l Es war die 19. Veranstaltung dieser Art und somit gibt es im kommenden Jahr ein kleines Jubiläum. Zum Gedenken an Walter Luksch wird in jedem Jahr ein vereinsinterner Ausscheid um den Wanderpokal des Modellflugclubs "Otto Lilienthal" ausgetragen. "Unter uns gesagt, wird heute, angelehnt an die Landesmeisterschaft, der Havelberger König des Modellflugsports gesucht und dann gekrönt", so der erfahrene Pilot Arno Luksch. Zehn Piloten gingen bei fast optimalen Flugbedingungen an den Start, um in zwei Durchgängen den Sieger zu ermitteln.

Premiere für den Quadrocopter

In einer kleinen Pause führte der Modellsportler Uwe Hanses seine neueste Errungenschaft, einen Quadrocopter, vor. "Ein Quadrocopter ist ein Luftfahrzeug, das vier in einer Ebene angeordnete, senkrecht nach unten wirkende Rotoren benutzt, um Auftrieb und durch Neigung der Rotorebene auch Vortrieb zu erzeugen. Er gehört zu den Hubschraubern und kann wie diese auch senkrecht starten und landen", beschrieb er die Neuheit.

Angela Schmidt und Eva Luksch hatten inzwischen Kaffee für die Teilnehmer und Zuschauer gekocht, die am Flugfeld standen, den Wettkampf beobachteten und fachsimpelten. Dabei kam das Gespräch auch auf Walter Luksch. Walter Luksch, Begründer des Flugmodellsports in Havelberg, war damals das große Vorbild für viele Piloten. Er zeigte den jungen und heranwachsenden Modellfliegern, wie man zu Leistungen im Fernlenkflug gelangt und welche Freude es ist, diesen Sport zu beherrschen. Leider verstarb er auf dem Höhepunkt der erfolgreichen Entwicklung nach schwerer Krankheit im Alter von 50 Jahren. Doch sein Vermächtnis lebt dank der Aktivitäten seiner Ehefrau Eva Luksch, seines Sohnes Arno und durch die zu Ausbildern herangewachsenen Ralf Pagel, Bert Villbrandt, Thomas Wojtalla und Uwe Mech weiter. Sie sind heute noch Mitglieder im Modellflugclub "Otto Lilienthal".

Thomas Wojtalla ist seit 2006 Vorsitzender des Fördervereins "Modellsportzentrum 2000". Ralf Pagel war Vereinsvorsitzender der Modellflieger und hat diesen Posten an Manfred Goroncek weitergegeben. Jetzt ist Mario Hedler Vorsitzender. Uwe Mech hat die Kinder- und Jugendarbeit unter sich und ist dabei hoch motiviert. Er hat selbst ganz klein angefangen.

Seit 1996 wird das Walter-Luksch-Gedenkfliegen ausgetragen. Und in diesem Jahr wurde ein weiterer sehr erfahrener Flieger zum König gekürt. Magnus Wienecke erkämpfte sich mit 1218 Punkten Platz eins. Zweiter wurde Uwe Mech mit 1181 Punkten und Rang drei ging mit 1102 Punkten an Arno Luksch.

 

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