Zu einem Geheimtipp der Bundesgartenschau 2015 Havelregion im nächsten Jahr dürfte sich der Mönchgarten von Edeltraud Weland entwickeln. Durch eine Pforte gelangen die Besucher vom Prälatenweg am Dom aus direkt in das idyllische Kleinod, das zum Verweilen einlädt.

Havelberg l Große Bäume, die Schatten spenden, verschiedene Sitzgelegenheiten auf der Wiese oder in lauschigen Ecken unter den Bäumen, Stauden, Obstgehölze - der naturbelassene Garten von Edeltraud Weland lässt wohl so ziemlich jeden ins Schwärmen und Träumen geraten. Diese Idylle, die normalerweise ihrer Familie und ihren Pensionsgästen vorbehalten ist, will die Havelbergerin im nächsten Jahr gern teilen. Zur Bundesgartenschau wird der Mönchgarten Teil des Ausstellungsbereiches im Domgebiet.

Charme bleibt erhalten

"Es ist eine große planerische Herausforderung, den Garten für die Buga so zu ertüchtigen, dass er viele Besucher aufnehmen kann, ohne seinen Charme wegzudrücken", sagt Frank Schröder, Leiter Planung und technische Durchführung im Buga-Zweckverband. Der Garten wird ein Holzrostsystem bekommen, über das die Besucher spazieren können. Außerdem ist eine kleine Terrasse für den Weinausschank geplant. Für diesen wird übrigens wie bei vielem anderen auch auf Regionalität geachtet. Weine von der Unstrut gehören zur Buga zum Angebot. Aus der Havelregion werden die Säfte stammen, die die Gastwirte ausschenken. Dafür wurde gestern die Kooperation perfekt gemacht: Kai Braß von der Mosterei in Ketzür/Beetzseeheide entwickelte mit Kai Gildhorn, Gründer der Internetplattform mundraub.org, den Plan, Saft aus 30 Tonnen Obst von bisher ungenutzten oder in Vergessenheit geratenen Apfel- und Birnenbäumen herzustellen. Die Früchte werden im Herbst 2014 durch die mundraub.org-Community und Einwohnern der Havelregion geerntet, berichtet Amanda Hasenfusz, Pressesprecherin des Zweckverbandes. In der Mosterei wird das Obst verarbeitet und ab Eröffnung der Buga am 18. April 2015 von den Buga-Gastronomen angeboten. 20000 Liter Buga-Saft sind geplant.

Heute Baustellenführung

Edeltraud Weland freut sich, dass ihr Vorschlag, ihren Garten ins Buga-Gelände zu integrieren, vom Zweckverband aufgegriffen wurde. Für sie bedeutet die 1300 Hektar große Anlage Ruhe und Erholung. "Es ist einfach nur schön hier, wie ein Paradiesgarten", schwärmt sie. Lieblingsecken gibt es gleich mehrere. Dazu gehört die Sitzgruppe unterm Rankgitter, von der aus man einen herrlichen Blick auf das Westwerk des Domes hat, und die Weinlaube über der Prälatenmauer mit der wunderschönen Aussicht auf die Altstadtinsel.

Wer am heutigen Donnerstag an der Buga-Baustellenführung in Havelberg teilnimmt, kann schon mal einen Blick in den Mönchgarten werfen. Treffpunkt ist an der Sankt-Annen-Kapelle - wegen des Deutschlandspiels bei der WM ist bereits um 16 Uhr Treff.

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