Zwölfmal war im vergangenen Jahr die Hilfe der Schönhauser Feuerwehr angefordert worden, außerdem rückte sie zu zwei Übungen aus. Auf der Jahreshauptversammlung ließ der Wehrleiter die Einsätze, die Ausbildung und auch die zahlreichen Veranstaltungen für die Bevölkerung Revue passieren.

Schönhausen. Zwei Brände der Böschung an der ICE-Strecke im April stehen am Anfang der Auflistung. Zu einer hilflosen Person in einer Wohnung eilte die Wehr am 1. Mai, eine im Auto eingeklemmte Person musste am 20. Mai bei einem Unfall an der Fischbecker Kreuzung gerettet werden. Im Sommer folgten brennendes Heu auf dem Schönhauser Damm, ein Scheunenbrand an der B 188 bei Kabelitz, eine Ölspur am Hohengöhrener Kiesloch, nochmals ein Unfall und ein Böschungsbrand an der Elbbrücke, ein umgestürzter Lkw an der Deichbaustelle und die Beseitigung eines Baumes, der auf die Telefonleitung gefallen war. Bei zwei Übungen in der Zimmerei Wagener in Hohengöhren und an den Ställen der GbR Bauch/Briest war ebenfalls Schnelligkeit gefragt.

26 Aktive leisten ihren Dienst bei der Schönhauser Feuerwehr, bis zu zwölf sind auch tagsüber vor Ort und können im Notfall ausrücken. In zahlreichen Weiterbildungen haben sie ihr Wissen erweitert. In der Alters- und Ehrenabteilung gibt es zwölf Mitglieder. Gefreut hat sich Karl-Heinz Pick über drei Neuzugänge: Sandy Plathe, Roland Haak und Uwe Günter Herms-Graß gehören nun zum Team.

In der Jugendwehr gibt es zwölf Mitglieder. Da zu Jahresbeginn eine Kinderwehr gegründet wurde und Janine Pultermann jetzt für die Kleinen zuständig ist, übernahm Volker Kästle die Funktion des Jugendwartes. Außerdem wurde er zum stellvertretenden Wehrleiter gewählt, weil Christian Schwaschak das Amt abgab. Was die Jugendlichen im letzten Jahr alles unternommen haben, lesen Sie demnächst.

Im März hatte die Schönhauser Wehr erstmals eine Schrottsammlung durchgeführt. Im April organisierten die Kameraden das Osterfeuer – sieben Fass Bier und 550 Bartwurst wurden verkauft. Bevor sich am 1. Mai wieder die Türen des Gerätehauses zu geselligen Stunden öffneten, fand ein Feuerwehrgottesdienst statt, dessen Kollekte der Jugendwehr zugute kam. Während es beim Löschangriff des Abschnittes Elbe-Havel-Land für die Männermannschaft für den 5. Platz reichte, überraschte die Jugendwehr mit dem Sieg. Für die MDR-Sendung "Der Rost brennt" trat die Schönhauser Wehr im August gegen die Jerichower Kameraden an. Neben Gaudi für die Aktiven und die vielen Zuschauer auf dem Sportplatz brachte es für die Schönhauser den zweiten Platz in der Gesamtwertung. Gäste der Partnerwehr Weizmühlen waren im September zu Gast in Schönhausen. Die Teilnahme am Nikolausmarkt rundete das Jahresprogramm ab.

Die Verbandsgemeinde hat im vergangenen Jahr gut 27 000 Euro für die Sicherstellung des Brandschutzes in der Gemeinde Schönhausen ausgegeben. Neue Strahlrohre, drei Pieper sowie Dienst- und Schutzbekleidung wurden gekauft.

47 Dienst- und Schulungsabende hatten 2010 stattgefunden. Karin Grothe, Bärbel Jablonowski und Mario Pultermann hatten mit je 42mal am häufigsten teilgenommen.

Nicht alle 43 Flachspiegelbrunnen im Zuständigkeitsbereich sind in dem Zustand, in dem sie für eine optimale Wasserversorgung beim Brand sein sollten. "Neubohrungen gab es nicht, darüber sollte aber nachgedacht werden", rät Karl-Heinz Pick.

Ein Höhepunkt im neuen Jahr steht der Schönhauser Wehr am Sonnabend, 28. Mai, bevor. Dann nämlich ist sie Gastgeber für den Ausscheid im Löschangriff der Wehren des Abschnittes Elbe-Havel-Land.

Zwei Auszeichnungen für Fritz Kurth

Fritz Kurth, lange Jahre Wehrleiter und nun Mitglied der Alters- und Ehrenabteilung, wurde gleich zweimal geehrt: Zum einen für seine gute Arbeit im vergangenen Jahr – so manche Stunde hat er im Gerätehaus mit der Pflege der Technik verbracht. Zum anderen erhielt er die Anstecknadel Stufe IV für 60 Jahre treue Dienste.

 

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