Schollene l "Fit wie ein Turnschuh" präsentierten sich die jungen Starter im Alter zwischen vier und zwölf Jahren bei den Staffelspielen auf dem Schollener Fußballplatz. - So lautete nämlich das Motto des sportlichen Vormittags, zu welchem der Sportverein Blau-Weiß in enger Zusammenarbeit mit dem Elternkuratorium sowie dem Förderverein von Kindertagesstätte und Grundschule eingeladen hatte.

"Es ist bereits der dritte Wettbewerb für unsere Kinder, im Vorjahr musste er wegen der Flutkatastrophe leider ausfallen", informierte Sportvereinsvorsitzender Jörg Wartke am Rande. In einem Jahr hatte das Fest sogar bei Dauerregen stattgefunden - es fiel dennoch nicht aus, sondern wurde kurzerhand unters schützende Dach des Zuschauerbereiches vom Fußballplatz verlegt.

Zuerst kamen am Sonnabend die Jüngsten an die Reihe, die sieben Knirpse im zarten Alter von ein bis drei Jahren durften bei Sackhüpfen und Eierlauf starten.

Etwas schwieriger waren danach die sportlichen Anforderungen an die älteren Kinder, hier standen bei den fünf Staffelläufen unter anderem Slalomlauf, Schubkarrenrennen und Rollerfahren auf dem Plan. Auch mussten sie durch Röhren kriechen oder sich über Bänke ziehen. Bis zu drei Zusatzpunkte konnten die kleinen Staffelläufer beim Zielspritzen mit der Wasserkanone oder beim Würfeln erhaschen.

Erlös vom Kuchenbasar für Tagesstätte bestimmt

In jeder der drei Gruppen mit jeweils neun Startern waren sowohl Kinder aus der Tagesstätte als auch aus der Grundschule vertreten. Organisiert wurden die Staffeln vom Erzieherteam der Tagesstätte, das dafür bereitwillig seine Freizeit opferte. Die jüngsten Starter wurden beim Lauf von ihren Eltern oder einer Erzieherin begleitet.

Am Ende der Staffelwettkämpfe hatten die "Seepferdchen" und die "Bienchen" die meisten Punkte gesammelt, beide Gruppen wurden gemeinsam Sieger. Natürlich gab es für jedes Kind eine Goldmedaille. Und die "Hummelchen" durften sich über den zweiten Platz freuen.

Stärken konnten sich die jungen Sportler und ihre Angehörigen beim Kuchenbasar, dessen Erlös der Tagesstätte zufließen wird. In diesem Jahr stehen ohnehin umfangreiche Ausgaben an, denn die Grundschule, die mit Schuljahresende schließt, wird anschließend zur Kita umgebaut. Viele Eltern hatten ihre Backwerke zur Verfügung gestellt, berichtete Cecile Rebinski.

Auch die Mitglieder des Sportvereins hatten ihren Ausschank in Betrieb, es gab Getränke und der Grill wurde angeheizt. Der Sportverein lud nach dem Mittagessen die Kinder zum Schützenduell mit den Wasserkanonen: Jeder der beiden "Kanoniere" musste dabei die Büchsen des anderen vom Tisch spritzen. Sieger war, wer diese zuerst abgeräumt hatte. Bei den kleinen Jungen siegte Ole Koch, bei den etwas größeren Jonas Haake. Bei den kleinen Mädchen war Leila Lemme am treffsichersten, bei den älteren Anastasia Rebinski.

Auch die Erwachsenen waren noch gefordert - und zwar beim Gaudiwettkampf. Bei den Männern war Handwerker René Buchholz unschlagbar, er brauchte nur sieben Schläge und 3,3 Sekunden, um den langen Nagel mit dem Zimmermannshammer im Baumstamm zu versenken. Auf den Plätzen folgten Ralf Schünemann und Ron Koch. Mona Lemme siegte bei den Frauen, gefolgt von Melanie Bartsch und Kerstin Wischer.

Erbsensuppe und Wildgulasch zu Mittag

Nicht nur auf dem Fußballplatz duftete es lecker nach Essen, sondern auch auf der anderen Seite des Weges auf dem Festplatz. Jörg Riese hatte in der Feldküche der Feuerwehr Wildgulasch und Erbsensuppe gekocht. Dass ausgerechnet Wild auf dem Speiseplan stand, kam nicht von ungefähr, denn am Nachmittag fand hier der "Jägertag" des Hegeringes "Mahlitzer Heide" statt. Vereint sind im etwa 80 Mitglieder umfassenden Hegering die Pächtergemeinschaften Klietz-Scharlibbe, Schönfeld und Kamern, die vier Schollener Pirschbezirke sowie die Eigenjagden Lührmann und Beste aus Schönfeld.

Seit dem Vorjahr steht der Neuwartenslebener Christoph Krauskopf dem Hegering vor, er moderierte mit dem Megaphon. Zuerste stellte er dem Publikum die Bläsergruppe Elb-Havel-Winkel unter der Leitung des Klietzers Manfred Loer vor, welche mit Jagdsignalen wie dem "großen Halali" die Gäste erfreute. Nicht nur die kleinen Blesshörner - nach dem gleichnamigen Fürsten benannt - kamen zum Einsatz, sondern auch die größeren Parforcehörner. Auf letzteren spielten Kerstin Donau, Friedrich Klühe und Manfred Loer.

Vorgestellt wurden beim Jägertag diverse Trophäen, eine Stammschälmaschine, die Jagdhunderassen, der Bau von Hochsitzen sowie die Arbeit der Kettensägeschnitzer. Weiteres dazu folgt.

   

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