Garz (dh). Dass die Abfallentsorgung ihre Aufgaben in Garz nicht richtig erfüllt, ärgert Jürgen Hillme in ganz besonderem Maße. Er wohnt im unteren Teil der Schleusenstraße, die in den vergangenen Wochen nur ganz selten von den Abfallfahrzeugen angefahren worden ist. Vor Weihnachten blieben die Restmülltonnen in dem erwähnten Bereich stehen, Anfang Januar die Gelben Säcke. Und auch die Biotonnen wurden zum ersten Termin 2011 nicht geleert. "Viele Bewohner in der Straße haben noch Ofenheizungen; sie wissen jetzt nicht, wo sie mit der ganzen Asche hin sollen", so Jürgen Hillme. "Und auf den vollen Biotonnen bleiben sie nun auch noch sitzen." Das Argument der Abfallentsorgungsgesellschaft, dass bei winterlichen Straßenverhältnissen die Fahrer selbst entscheiden müssen, welche Straßen sie anfahren und welche nicht, kann Jürgen Hillme nicht akzeptieren. "Ich denke, sie sind einfach zu bequem, auch noch in die letzte Ecke der Schleusenstraße runterzukommen", findet er. Und setzt ein anderes Argument dagegen: "In einem Notfall können Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes, der Feuerwehr oder der Polizei auch nicht einfach abbrechen, nur weil ihnen der Weg nicht passt."

Ein ganz anderes Problem bringt das Hochwasser für einige Schleusenstraßen-Bewohner mit sich. "Unsere Keller saufen immer und immer wieder ab, weil hier keine Meliorationsarbeiten erfolgt und die Abläufe verstopft sind." Vier, fünf Familien im Unterdorf seien davon betroffen, berichtete Jürgen Hillme. "Aus meinem Keller muss ich jetzt jeden Tag etwa acht Zentimeter Wasser abpumpen, um größeren Schaden vom Inventar abzuwenden."