Sie werden beim Eurocamp der Partnerstädte die Hansestadt Havelberg in Verden vertreten: Christian, Valentin, Darius, Carolin, Anja und Max fahren am 7. August in die Stadt an der Aller, um dort im Bürgerpark beim Bau eines Beachvolleyballfeldes mitzuhelfen.

Havelberg l "Ich freue mich auf das Eurocamp, das wird bestimmt einzigartig", sagt Max Boensch am Dienstagnachmittag, als sich die sechs jungen Leute mit Hauptamtsmitarbeiterin Evelin Bullwan im Havelberger Rathaus treffen, um die Fahrt abzusprechen. Seine Mutti Karina Boensch hatte dafür gesorgt, dass im Gymnasium Werbung für das Eurocamp gemacht wird. Denn zunächst hatte sich niemand auf den Aufruf zur Teilnahme gemeldet.

Die Havelberger Max Boensch, Carolin Lamprecht, Christian Lucht und Anja Pfeiffer sowie die Schollener Darius Oehlmann und Valentin Woltersdorf hatten sich für die Teilnahme am Eurocamp beworben. Es ist das zweite der vier Partnerstädte Havelberg, Verden, Saumur (Frankreich) und Warwick (England) sowie der französischen Partnerstadt in Italien Formigine. Da sich aus Verden nicht so viele Interessenten gemeldet haben, bekommt Havelberg sechs statt der ursprünglichen vier Plätze und die Zehntklässler des Gymnasiums können gemeinsam fahren.

Tagesausflüge und Paddeln auf der Aller

Auf die insgesamt 20 Jugendlichen wartet vom 7. bis 23. August ein interessantes Programm aus Arbeit und Freizeitgestaltung. Im historischen Bürgerpark Verdens helfen sie mit, ein Beachvolleyballfeld zu bauen. Für die Nachmittage und Wochenenden hat die Partnerstadt interessante Programmpunkte vorgeschlagen. Besuch des Heideparks in Soltau und des Serengeti Parks bei Hannover, Fahrt nach Bremen, Paddeln auf der Aller, Stadtführung durch Verden, Tagesausflug nach Hamburg gehören dazu. Kletterpark, Schwimmen, Bowlen ebenfalls. Übernachtet wird in einer Schule. Um die Versorgung kümmern sich die Jugendlichen mit ihren Betreuern. Möglich sind Themenabende, an denen die jungen Leute eines Landes eine Spezialität zubereiten. Ein Gericht mit Schnitzeln wäre da vielleicht passend, überlegten die Havelberger spontan.

Verständigungsprobleme befürchten sie nicht. Zumindest, wenn es um Deutsch und Englisch geht. Wie gut ihr Französisch ist, werden sie ebenfalls testen können.

Die Kosten für das Eurocamp bezahlen die Partnerstädte. Die Stadt Havelberg übernimmt zudem die Hin- und Rückfahrt mit dem Kleinbus, berichtet Evelin Bullwan.

Sie freut sich, dass Schüler aus Havelberg an diesem Camp teilnehmen. Das erste fand 2012 in Saumur statt. Voriges Jahr war es in Havelberg mit einem Projekt zur Havelrenaturierung geplant. Wegen des Hochwassers musste es abgesagt werden. Die Partnerstädte wollen mit dem Eurocamp erreichen, dass junge Leute die Städte sowie Kultur und Menschen kennenlernen.