Kamern l Seine langjährigen Amtskollegen aus der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land und Wegbegleiter etwa aus Kindergarten, Jugendzentrum Havelberg und Wasserverband sowie Stadtwerke Havelberg hatte Klaus Beck am Dienstag zu seinem Abschied vom Bürgermeisteramt nach Kamern eingeladen. Mit dabei auch Landrat Carsten Wulfänger und natürlich sein Nachfolger Arno Brandt, der auch sein Vorgänger war. "Zusammen sind wir 27 Jahre Kamern", berichtete Klaus Beck von elf Dienstjahren von Arno Brandt und seinen 16 Dienstjahren.

"Ich freue mich, dass Arno sich bereiterklärt hat, das Amt zu übernehmen. Verstehen kann ich es nicht", schob er scherzend nach. Er sei sich sicher, dass sein Nachfolger seine Arbeit so erledigen wird, dass es für die Gemeinde Kamern und die Verbandsgemeinde von Vorteil ist. Er bedankte sich bei allen für die langjährige gute Zusammenarbeit. Stellvertretend für all jene, die sich in Vereinen, Feuerwehren oder einfach als Einwohner für die Gemeinde einbringen, überreichte er Peter Franke Blumen. Er kümmert sich seit Jahren um die Internetpräsentation Kamerns.

Seinem Nachfolger überreichte Klaus Beck so wichtige Utensilien wie Schlüssel und Stempel. Mit dabei der "Ruckzuck-Stempel", der vor allem seit der Flut oft gebraucht wurde, um schnell und überall Anträge abstempeln zu können. Der Stempel "Zur Zahlung angewiesen" hat dafür weniger Gebrauchsspuren, verwies das ehemalige Gemeindeoberhaupt auf die klammen Kassen.

Stets ein konstruktiver und sachlicher Partner

Carsten Wulfänger ergriff als erster der Gäste das Wort. Sowohl als "Kleinkamern" als auch als "Großkamern" (mit der Gebietsreform kamen Schönfeld und Wulkau hinzu) wurde viel erreicht. "Er kann stolz auf das sein, was er erreicht hat und es war immer ein sachliches und angenehmes Arbeiten", sagte der Landrat, der einst die Verwaltungsgemeinschaft geleitet hat.

Als Bauamtsleiter und amtierender Verbandsbürgermeister hob Ulf Wabbel das zurückliegende Jahr als ein sehr intensives hervor, das von der Schadensabarbeitung nach der Flut geprägt war. Dieses habe aber auch dazu geführt, dass die Gemeinden zusammengewachsen sind. Die Bürgermeister aus dem Elbe-Havel-Land und Stadtwerke-Chef Günter Hasstedt dankten Klaus Beck für die stets konstruktive und angenehme Zusammenarbeit.

Ihn kurzzeitig sprachlos zu machen, gelang dem Jugendklub. Leiterin Petra Güldenpfennig überreichte mit Charlotte Wabbel einen modernen Grill samt einem Korb mit allem, was für einen Grillabend benötigt wird. Die Jugendlichen hatten dafür gesammelt. "Es lohnt sich doch, Bürgermeister zu sein", fand ein überwältigter Klaus Beck augenzwinkernd dann doch die Worte wieder. Auch Jugendzentrums-Chef Rolf Müller aus Havelberg dankte ihm für die langjährige sehr gute Partnerschaft zwischen Gemeinde und Jugend und erinnerte an Paddeltouren und Abende am Lagerfeuer.

Klaus Beck freut sich nun auf mehr Zeit für seine Firma und seine Familie. "Jetzt muss ich abends kein schlechtes Gewissen mehr haben, wenn ich mal die Beine hochlege", sagte der 64-Jährige. Und wenn die Sirene heult, muss er nicht mehr aufspringen, um auch zu den Einsätzen zu gucken. Vergangenen Sonntag wäre er beinahe losgefahren. Aber ihm fiel ein: "Ich muss ja jetzt nicht mehr."

 

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