Die Zehntklässler und Hauptschüler der Havelberger Sekundarschule "Am Weinberg" sind gestern mit einer sehr emotionalen Feierstunde aus der Schule entlassen worden. Für ihren neuen Lebensabschnitt bekamen sie gute Wünsche und Ratschläge mit auf den Weg.

Havelberg l Das Rüstzeug für den neuen Lebensabschnitt haben die Schüler bereits in den zurückliegenden Jahren bekommen. Mit ihren erfolgreichen Abschlusszeugnissen haben sie nun ein Dokument in der Hand, das sie berechtigt, eine weiterführende Schule zu besuchen oder eine Ausbildung zu absolvieren. Zehn Schüler haben den erweiterten Realschulabschluss erreicht. "Das ist ein Drittel und eine gute Quote", sagt Schulleiterin Kerstin Meinschien im Gespräch mit der Volksstimme. 20 Mädchen und Jungen haben einen Realschulabschluss. Zudem gibt es einen qualifizierten und sechs Hauptschulabschlüsse.

Von den Zehntklässlern wissen alle, wohin sie nach den Ferien der Weg führt. Von denen mit einem erweiterten Realschulabschluss gehen viele zum Fachgymnasium. Mechatroniker, Krankenschwester, Vulkaniseur, Tischler, Koch, Sozialassistent, Restaurantfachfrau und Zerspanungsfacharbeiter sind Berufsausbildungen, die die jungen Leute zum Beispiel in Kürze beginnen. Einige bleiben in der Region, lernen zum Beispiel in der Tischlerei Liermann in Wulkau, im Bilderbuchcafé in Havelberg, in der Firma Dreßler in Klietz, bei der KMG oder in der Fischerstube Warnau. Manch einer entschied sich für ein soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst.

Paula Herrmann wird in Klietz den Beruf des Bäckers lernen. "Backen macht mir verdammt viel Spaß", sagt sie. Dafür schaut sie über das erforderliche frühe Aufstehen gern hinweg. Benjamin Hampe wird in Kunrau bei Klötze zum Landwirt ausgebildet. "Ich habe Spaß an der Arbeit in der Natur und bin das von kleinauf gewöhnt." Anna-Lena Bebenroth hat ihren Ausbildungsplatz als Verwaltungsfachangestellte beim Oberbürgermeister in Potsdam gefunden. "Mir gefällt die Arbeit am Computer und im Büro."

In seiner Festrede verwies der stellvertretende Landrat Denis Gruber in der Aula vor Schülern, Lehrern und Eltern darauf, dass sich der Landkreis freut, wenn gut gebildete und kreative junge Menschen hierbleiben können, weil sie in der Region eine Ausbildung absolvieren. Er hob das modernisierte Schulzentrum hervor, das das Vorzeigeobjekt im Kreis Stendal ist, und würdigte die Schule, die mit ihren vielfältigen Arbeitsgemeinschafts- und Kursangeboten, Kooperationspartnern und Praktikumsmöglichkeiten gute Lernbedingungen bietet.

Die Klassenlehrer der 10a und 10b, Marion Beckmann und Silvio Wulfänger, blickten auf die gemeinsam erlebten Schuljahre mit ihren Schützlingen zurück und freuten sich mit ihnen über den erfolgreichen Abschluss. Am Abend feierten beide Klassen mit Lehrern und Eltern im Klietzer "Seeblick" die Schulentlassung. Dafür hatten sie auch ein Programm einstudiert.

 

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