Am Sonntag öffnen in der Gartenlandschaft Altmark des Tourismusverbandes wieder zahlreiche private Gärten für Besucher. Erstmals dabei ist das ArtHotel in Havelberg, unter anderem mit dem japanisch inspirierten Garten.

Havelberg l Ruhe reinzubringen und eine Atmosphäre zu schaffen, in der man herunterkommen kann, war das Ziel, das Renate Lewerken vor Augen hatte, als sie einen japanischen Garten für die Hotelanlage plante. Grün in allen Schattierungen, Kieselbeet, Teich, Bachlauf aus Steinen und große Steine gehören zu den Gestaltungselementen. "Der Garten ist japanisch inspiriert", erklärt Renate Lewerken, dass nicht alles hundertprozentig dem japanischen Vorbild entspricht.

Zum Beispiel hätte der Baum am Teich dafür weichen sollen. Das wollte sie jedoch auf gar keinen Fall. Es gibt auch keine Fächer oder klingenden Glöckchen. "Mit unseren Bekannten, die in Bartschendorf unweit von Kyritz einen japanischen Garten haben, haben wir uns beraten und auch einiges zur Geschichte erfahren", erzählt Renate Lewerken, die gemeinsam mit ihrem Mann Andreas die Kiebitzberg-Gruppe leitet, zu der das Hotel am Havelberger Schmokenberg gehört. Wasserknappheit war der Ursprung für Gärten aus Stein. Zen-Mönche nutzen sie zum Meditieren. Prägend sind auch die in die Kiesbetten geharkten Muster, die Wasserläufe symbolisieren.

An diesem Sonntag, 20. Juli, präsentiert sich der Park erstmals bei den offenen Gärten, zu denen der Tourismusverband Altmark einlädt. Beim Brunch werden japanische Köstlichkeiten gereicht. Wer einfach nur den Garten auf sich wirken lassen möchte, hat dazu auf verschiedenen Plätzen die Gelegenheit. Jeder darf sich die Stelle aussuchen, die ihm gefällt.

Das könnte auch unter den zum Teil hundertjährigen Linden nahe der ebenso alten Buchsbaumhecke sein. Oder nahe der Wildblumenwiese. In Zusammenarbeit mit einer Landschaftsarchitektin und der Gartenakademie Sachsen-Anhalt wird die Gartenanlage immer weiter entwickelt. Geplant ist das im unteren Bereich des Hanges bis hin zum alten Bahndamm. Dafür gibt es einen Pflegevertrag mit der Stadt. Am Sonntag ist von 11 bis 18 Uhr Peter Pütz zu Gast, der immer mal wieder auf seiner Bambusflöte spielen wird.

Von 10 bis 18 Uhr öffnen am Sonntag in der Elb-Havel-Region zudem der Garten von Sven Bünger in Schönfeld, der nach dem Hochwasser wieder aufgebaut wird, und der Garten mit Pflanzen aus der Bibel von Familie Gierke in Kamern. Dort wird auch zum Bogenschießen und Ausprobieren des Niedrigseilgartens eingeladen.

Informationen zur Gartenlandschaft Altmark gibt es im Internet unter www.altmarktourismus.de

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