Havelberg l "Ein Reinfall ist es auf gar keinen Fall", stellte Christiane Rateitschak, Inhaberin eines Geschäftes in der Steinstraße, klar. "Denn Sinn des Inselfestes ist es für uns Geschäftsleute nicht, die große Kasse zu machen, sondern uns den Havelbergern und ihren Gästen zu präsentieren, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und ihnen zu zeigen, was wir so alles im Angebot haben und was wir möglich machen können. Und natürlich freuen wir uns auch darüber, wenn jemand etwas kauft - das ist doch ganz normal."

Fotografenmeisterin Hannelore Schenk, die nur wenige Meter weiter ihren Laden hat, sah es ganz ähnlich. "Ich nutze die Gelegenheit heute einmal, um den Leuten vor meinem Geschäft Fotoarbeiten, Fotobücher und andere Dinge zu zeigen, die sonst nur im Geschäft zu sehen sind." Mit Erfolg. Immer wieder blieben Leute stehen, um sich die Bilder anzuschauen. Und auch, um das eine oder andere zu erwerben. "Ich bin mit dem heutigen Tag nicht unzufrieden", erklärte Hannelore Schenk.

Plüschtiere verschenkt

Zufrieden waren auch die Mitarbeiter der DRK-Boutique gleich gegenüber, die mit vielen ihrer Angebote ebenfalls vor die Ladentür zogen. Unter anderem brachten sie hochwertige nagelneue Kinderschuhe für wenig Geld an die Frau oder den Mann; Plüschtiere und -figuren wechselten gar unentgeltlich den Besitzer. Die Nachbar-Geschäftsleute Manuel und Gudrun Krüger dagegen hätten sich etwas mehr Umsatz gewünscht. "Vor allem aber mehr Havelberger, denn für sie vor allem ist das Inselfest ja gedacht", so Gudrun Krüger.

Erst, als sich die Sonne am Abend verzogen hatte, lockte die stimmungsvolle Musik viele Menschen zur Bühne auf den Markt. Hier lud das Trio "Silent Song" aus Magdeburg bis spät in die Nacht zum Tanz und zum Ausklang des diesjährigen Inselfestes ein.

 

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