Ein Geschenk, das an den Juni 2013 erinnert, hat der Schönhauser Chor jetzt der Feuerwehr gemacht. Ein Fisch markiert, wie hoch das Flutwasser am Gerätehaus stand.

Schönhausen l Knapp einen halben Meter hatte das Gerätehaus im Wasser gestanden, mit dem Boot konnten die Kameraden bis an die Tür fahren. In der oberen Etage hatten 12 Mann genächtigt, das Tagwerk bestand vor allem aus Versorgungsfahrten nach Tangermünde. Die Spuren des Hochwassers sind wie überall auch in der Breitscheidstraße noch zu sehen: An Häusern wird gebaut, Bäume sind abgestorben. Auch das Gerätehaus hat Schaden genommen - Fliesen sind lose, in den Wänden gibt es Risse und die Tore rosten stellenweise. Mit Wiederaufbaumitteln soll das alles behoben werden, aber wohl erst im nächsten Jahr. Es eilt auch nicht, weil die Arbeit der Kameraden nicht eingeschränkt ist.

Beim Dienstabend am Mittwoch gab es eine Überraschung: Ulrich Sandhof und Ingo Pollee übergaben ein Geschenk des gemischten Chores: ein Fisch als Hochwassermarkierung. "Damit wollen wir der Feuerwehr zum einen danken für die Leistung im Sommer 2013 und auch zu jeder anderen Zeit und zum anderen die freundschaftlichen Beziehungen ausbauen", erklärte Ulrich Sandhof, Vorsitzender des Chores. Er wünscht sich generell ein gutes Zusammenwirken aller Vereine, was alljährlich beispielsweise beim Nikolausmarkt oder auch beim Parkfest unter Beweis gestellt wird.

Derzeit macht der Chor Sommerpause, am 10. September geht es wieder los mit den Proben - für Weihnachten und für seinen Beitrag zum Bismarck-Jubiläum.

Die Feuerwehr, die am Mittwoch zunächst zur Ausbildung ans Kiesloch gefahren ist, hat die Markierung noch am Abend angebracht. Ansehen können sie sich die Wehrleiter des Elbe-Havel-Landes, die heute zur Beratung und zum Grillen nach Schönhausen kommen.