Klietz (asr) l Nicht in bestem Zustand befindet sich die Klietzer Schulküche. Die hat die Gemeinde an einen Koch verpachtet, der hier das Mittagessen für die Mädchen und Jungen des Kindergartens, der Grund- und der Förderschule sowie des Schullandheimes zubereitet. "Hier besteht dringend Handlungsbedarf!" erklärten zwei Mütter am Freitagabend auf der Ratssitzung. "Bitte denken Sie daran, wenn Sie die Investitionen für dieses Jahr planen!"

Bürgermeister Jürgen Masch bestätigte, dass "unbedingt etwas passieren muss" und dass die Gemeinde in diesem Jahr investieren will. Ein Planer ist bereits beauftragt, alle Fakten zusammenzutragen. "Wir müssen so bauen, dass es zukunftsträchtig, aber auch nicht überdimensioniert ist." Im gerade beschlossenen Haushalt sind 67500 Euro für dieses Projekt eingestellt - das ist die Summe, die die Gemeinde laut derzeitigem Stand der Dinge aufbringen kann. Die genauen Kosten müssen noch ermittelt werden.

Wie bereits berichtet, ist der Etat wegen Schulden aus den Vorjahren nicht ausgeglichen und der Rat will sich Gedanken machen, wie die Schulden abgebaut werden können. Eberhard Wienmeister kommentierte die finanzielle Situation: "Wir sind am Ende der Spar-Stange angegekommen und wir können lange reden, wo wir ein paar Euro einsparen. Wir sollten uns an den Gedanken gewöhnen, dass es in diesem System wohl nicht ohne Schulden geht." Der Klietzer Rat ärgert sich, dass die Kommunen das ausbaden müssen, was die Landespolitik festlegt."Sie holt sich das Geld von den Landkreisen und der dann von uns als Letzte im Glied."

In diesem Jahr muss Klietz 496400 Euro Umlage an den Kreis zahlen, das sind fast 40000 Euro mehr als 2013. Die Umlage an die Verbandsgemeinde steigt von 510000 auf 547000 Euro. Im Gegenzug gibt es vom Land nur 654000 Euro Schlüsselzuweisungen. Zusammen mit Steuereinnahmen liegen die Einnahmen bei 1,26 Millionen Euro, so dass unter dem Punkt "Steuern, Zuweisungen und Umlagen" im Verwaltungshaushalt gerade mal ein Überschuss von 200000 Euro bleibt.