Die Feuerwehr des Klietzer Truppenübungsplatzes ermöglichte den Jugendwehren des Elbe-Havel-Landes ein unvergessliches Wochenende.

Elbe-Havel-Land l Das alljährlich in den Sommerferien stattfindende Jugendzeltlager brachte nicht nur Spiel und Spaß für den Feuerwehr-Nachwuchs, sondern er musste sich auch Herausforderungen stellen, mutig sein, Geschick, Schnelligkeit und Teamgeist beweisen. Der Begriff "Jugendzeltlager" trifft allerdings nicht ganz zu. Denn Zelte mussten die Mädchen und Jungen nicht aufschlagen. Die Bundeswehr machte es möglich, dass die Gäste in den Barbarahäusern übernachten konnten.

Am Freitagabend rückten die Jugendwehren auf dem Gelände des Sonderübungsplatzes, wo sich die neue Feuerwache der Kommandantur befindet, an. Dessen Leiter, Hauptbrandmeister Sören Baeckler, begrüßte die Mädchen und Jungen der Jugendwehren aus Klietz, Schollene, Schönhausen, Fischbeck, Wust, Sandau, Havelberg sowie aus dem westelbischen Dahlen und dem brandenburgischen Rhinow. Insgesamt waren es rund 80 Kinder und Jugendliche sowie 20 Betreuer, die sich auf ein Abenteuer-Wochenende freuen konnten. Möglich gemacht wurde das durch Spenden, die Mitte Juni bei der "Blaulichtparty" für alle Fluthelfer von Feuerwehr, DRK, DLRG, THW und Polizei bei der Klietzer Bundeswehr-Feuerwehr zusammenkamen. Damit konnte den Nachwuchs-Kameraden so einiges geboten werden.

Nach der Ankunft zeigten die Gastgeber den Kindern und Jugendlichen erst einmal Räumlichkeiten und Technik. Am Lagerfeuer ging es dann gemütlich zu. Und es konnte getanzt werden. Denn "Music-Fun" mit Severin und Thomas Ehlert aus Schönhausen machten Disko-Musik. Auch wenn erst spät das Licht aus ging, so waren die Kinder am nächsten Morgen wieder fit. Denn sie waren hochmotiviert, um an acht Stationen Punkte zu sammeln. Dazu gehörten unter anderem das Überwinden eines Hindernisses an zwei Seilen und das Überqueren des Klietzer Sees mit dem Schlauchboot. Außerdem waren technisches Verständnis und Wissen im forstlichen Brandschutz (Station des Bundesforstbetriebes) gefragt. Ganz wichtig bei der Bewältigung der Aufgaben: Teamarbeit! Wer hat wohl gewonnen? Diese brennend interessierende Frage geriet beim Baden am Nachmittag bei tropischen Temperaturen erst einmal in Vergessenheit. Abends waren wieder Disko und Lagerfeuer angesagt.

Aufstehen, waschen, frühstücken, aufräumen und Sachen packen stand am Sonntagmorgen auf dem Programm. Und dann auch endlich die Auswertung des Wettbewerbes vom Vortag! Wer wird wohl einen Pokal bekommen und wer geht leider leer aus? Niemand! "Die Punkte spielten gar keine Rolle! Das haben wir den Teilnehmern nur nicht gesagt. Alle haben sich angestrengt und deshalb einen Pokal verdient", sagte Sören Bäckler. Der Jubel war groß. So erinnern nicht nur Fotos, die jeder Teilnehmer bekommen hat, an das erlebnisreiche Wochenende, sondern auch ein Pokal, der sicher einen Ehrenplatz im jedem Gerätehaus erhalten wird.

Die Kinder und Jugendwarte bedanken sich herzlich bei den Gastgebern für die perfekte Organisation. Sören Bäckler gibt auch einen Dank weiter. Und zwar an die Ausrichter der Stationen sowie an Heike Jähnel vom Bundeswehr-Karrierecenter in Stendal.

   

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