Mit fast 800 Teilnehmern an den Buga-Baustellenführungen in den fünf Standorten in der Havelregion wurde am Donnerstag ein neuer Rekord erreicht. Der Andrang war auch in Havelberg groß.

Havelberg l Je näher der Termin der Eröffnung der Bundesgartenschau 2015 Havelregion rückt, umso mehr wächst das Interesse. Das zeigte sich bei der dritten Baustellenführung dieses Jahres, zu der der Buga-Zweckverband zusammen mit Verantwortlichen aus den Kommunen am späten Donnerstagnachmittag zeitgleich in Havelberg, Rhinow, Rathenow, Premnitz und Brandenburg eingeladen hatte. Auch in Havelberg war das Interesse groß, wo Kämmerin und Bauamtsleiterin Petra Jonschkowski zusammen mit Mathias Kuklik und Melanie Weber vom Zweckverband die gut hundert Gäste willkommen hieß.

In zwei Gruppen aufgeteilt, erfuhren diese im Dombereich viel Interessantes und sahen, was sich in den vergangenen Wochen getan hat. Das wird besonders deutlich im Bereich Dekaneigarten und Kleingartenanlage "Am Nußberg". Wegebau, Anlegen von Beeten, Pflanzungen, Rampen für barrierefreie Zuwegungen, Treppenbau und Mauersanierungen zeugen davon.

Der Eingangsbereich zu Dom und Museum ist neu gestaltet, die Mauer saniert. Gepflanzt sind bereits die Rosen aus der französischen Partnerstadt Saumur. Auch in anderen Bereichen des künftigen Buga-Geländes und in der Stadt werden die drei verschiedenen Sorten blühen. So wie am Eingang gibt es Pflasterflächen in den Arealen. Dort werden die Havelberg-Bänke aufgestellt, die nach einer gut hundert Jahre alten Zeichnung neugebaut worden sind.

Im Dekaneigarten am früheren Kloster des Domes hat der Kräutergarten bereits Konturen angenommen. Moderne Gestaltungselemente harmonieren in der historischen Kulisse. Gut 2000 Pflanzen sind schon in der Erde. Weitere folgen im Herbst beziehungsweise Frühjahr, erklärte Melanie Weber. Viel hat sich auch schon in der Kleingartenanlage "Am Nußberg" getan. Ein absoluter Hingucker ist die "rote Ecke", die am Donnerstag fertig geworden ist und nahe dem dort geplanten kleinen Spielplatz eine etwas andere Sitzmöglichkeit bietet. Einen Blick konnten die Teilnehmer auch in die Weinloge aus Tuffstein von der Loire werfen, die ebenfalls ein Geschenk aus Saumur ist.

Die Vorfreude auf die Buga ist groß. Klaus-Dieter Schmidt hat seine Frau Annedore mit einer Dauerkarte zum Geburtstag überrascht. "Wir freuen uns sehr, weil die Buga vor unserer Haustür ist und in verschiedenen Orten stattfindet. Uns gefällt, wie Historisches mit neuen Ideen verbunden wird. Wir werden die Buga vor allem abends viel nutzen und zum Beispiel den tollen Blick auf die Altstadt genießen."

Gespannt, ob viele Besucher nach Havelberg kommen und wie sich Havelberg präsentieren kann, ist Claudia Lazar. "Mir gefällt, wie sich die Stadt verändert hat, die Straßen und Wege im Dombereich sehen gut aus. Es gibt schon viele Blumen und das Moderne wurde an das Traditionelle angepasst." Aus Tangermünde waren Angelika Rojahn und Karin Gaedicke angereist. Beide zeigten sich begeistert von dem, was sich entwickelt. "Hier bleibt auch nach der Buga was Nachhaltiges, das lockt noch mehr Elberadtouristen an." Beide sind selbst aktive Radfahrer und wollen auch die anderen Buga-Standorte, die durch den Havelradweg verbunden sind, per Rad besuchen.

Fotos von der Baustellenführung finden Sie auf Seite 21.

 

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