Die Jägerschaft in der Elb-Havel-Region ist in die Jahre gekommen - Nachwuchs wird dringend gesucht. In Rehberg verbuchte jetzt ein Jungjäger einen tollen Erfolg.

Rehberg l "Der frühe Vogel fängt den Wurm" - dieses Sprichwort gilt gerade auch in der Jägerschaft. Denn wer mit Erfolg jagen will, muss beizeiten aufstehen - oder aber bis spät in die Nacht auf dem Ansitz ausharren.

Die Rehberger Hubert Aselmeyer und sein Sohn Tom hatten bereits seit zwei Wochen einen starken Hirsch im Visier - allerdings erst mit der Kamera. Am 1. August dann wurde es ernst, früh um 4 Uhr wurde die Waffe geschultert und ging es auf die Ansitzjagd. - Wo der Hirsch zu finden sein könnte, war den beiden Waidmännern ja nun bekannt. Der Ansitz - Jäger sprechen auch von Kanzel - stand an einem Haferschlag, hier hatten die Tiere ohnehin schon allerhand Schaden angerichtet. Denn gejagt wird vor allem auch, um Wildschäden zu verhüten oder zu mindern.

Im Morgengrauen gegen 5.30 Uhr schlug dann Tom Aselmeyers große Stunde - und die letzte des Hirsches. Ein Blattschuss streckte das kapitale Tier nieder: ein ungerader Zwanzigender. "Tom hatte beim jagdlichen Schießen des Hegeringes Elb-Havel-Winkel in diesem Jahr den zweiten Platz belegt", berichtet der stolze Vater über die Treffsicherheit des Jungjägers.

2. Platz beim Jagdschießen

Auf Jagd gehen darf dieser bis zu seinen 18. Lebensjahr nur in Begleitung eines erfahrenen Jägers, diese Aufgabe übernahm Hubert Aselmeyer gern. Der Landwirt besitzt in Rehberg eine Eigenjagd und darf laut Abschussplan in dieser alle drei Jahre solch kapitalen Hirsch erlegen: "Es war Toms erster starker Hirsch, einige kleinere hatte er bereits zur Strecke gebracht." Tom begann gerade sein zweites Lehrjahr - auch er wird Landwirt.

Das Rotwild richtet im Rudel besonders viele Schäden an den Kulturen an. Hubert Aselmeyer hat den Verdacht, dass der Wolf es ist, welcher die Tiere veranlasst, Rudel zu ihrer Sicherheit zu bilden.