Havelberg l Auf zumindest eine größere Änderung müssen sich die Schüler im Havelberger Schulzentrum - zu diesem gehören die Sekundarschule "Am Weinberg" sowie der Havelberger Teil des Diesterweg-Gymnasiums Tangermünde-Havelberg - nach den Sommerferien einstellen: Im Kellerbereich des sanierten Hauptgebäudes werden sie einen neuen Versorger vorfinden. Denn der Färberhof Stendal, der hier im Schuljahr 2013/2014 die Cafeteria betrieb und Schulspeisung anbot, hat sich zurückgezogen. Grund dafür ist die Insolvenz des Unternehmens, die aufgrund einer finanziellen Schieflage bei den Personalkosten - wegen eines hohen Krankenstandes musste zusätzliches Personal eingestellt werden - ausschließlich im Bistro-Bereich des Färberhofes entstanden sei, wie Geschäftsführerin Marika Mund im Mai dieses Jahres erklärte.

Nach einem neuen Essenanbieter musste im Schulzentrum allerdings gar nicht erst lange gesucht werden. Denn die Havelberger Kita "Regenbogen" und die Grundschule "Am Eichenwald" erhalten ihr Essen von einem Versorger, mit dem sie bisher sehr zufrieden sind. Dabei handelt es sich um die Vormark KochKultur GmbH aus Perleberg.

"Eine gute Wahl getroffen"

"Mit dieser Firma hatten wir bei der Neuausschreibung der Schülerversorgung eine gute Wahl getroffen", urteilt Grundschulleiter Lothar Riemann. Er habe von Eltern und Schülern bisher nur Gutes über die Quantität und Qualität der Mittagsgerichte gehört. "Das Essen ist gut portioniert, abwechslungsreich und schmeckt", bemerkte er jüngst auf einer Zusammenkunft des Schulelternrates, bei der das Thema unter anderem auf der Tagesordnung stand. Auch der Vorsitzende des Stadtelternrates Uwe Zimmermann hatte dabei nur lobende Worte für die "Top-Speiseeinrichtung", wie er sagte, parat.

Dass die notwendigen Verträge mit dem für das Havelberger Schulzentrum zuständigen Landkreis Stendal unter Dach und Fach seien, bestätigte der Inhaber und Geschäftsführer der Perleberger Firma, Roy Hartung. "Wir beabsichtigen, das bisher vom Färberhof gemachte Gesamtangebot etwas herunterzufahren", erklärte er. Denn die Schülerversorgung sei zum Beispiel nicht gleichzusetzen mit dem, was es alles in einer Gaststätte geben würde. Das betreffe auch die Preise. "Die wollen wir ebenfalls etwas niedriger als bisher ansetzen", so Roy Hartung. Zudem wolle die Firma mit ihren Angeboten auf eine gesunde Ernährung der Schüler Wert legen. Denn eine solche sei ebenso wie die Bewegung für jedes Kind von großer Bedeutung.

Was die Schüler durchaus freuen dürfte, ist die Tatsache, dass die Cafeteria wie bisher für die gesamte Zeit des Schulbetriebes offen gehalten werden soll.