Vier Wochen Zeit hatten die Laiendarsteller, um für die Theatervorstellung zur Wuster Sommerschule alles vorzubereiten. Nach Vorstellungen am Donnerstag und Freitag gibt es heute Abend noch eine weitere in der Baracke.

Wust l Am Donnerstagabend feierte "Faust 2.0" in der voll besetzten Wuster Baracke seine Premiere. "Viel Energie und unterhaltsame Specialeffects" hatte Regisseur Arthur Shettle im Vorfeld angekündigt. Und die zahlreichen Zuschauer wurden von dem deutsch-englischen Theaterstück, das der New Yorker Regisseur binnen vier Wochen mit zahlreichen Laienschauspielern eingeübt hat, nicht enttäuscht.

Am Rand der Bühne rockt eine Liveband, auch Shettle selbst ist mit der Gitarre mit von der Partie. In schwarzer Lederkluft schleicht der Wuster Enrico Reumann als Mephistopheles über die Bühne. Gold verspricht der Teufel den Politikern, denen es nicht nur an Geld, sondern auch an Glaubhaftigkeit und Seriosität mangelt, als sie plötzlich in abgeschnittenen Hosen auf der Bühne stehen. Als Faust begibt sich derweil Dozent Thom Finley auf die Suche nach der wahren Liebe. Dabei entdeckt er die schöne Helena, gespielt von Carolin Lucke aus Wust. Doch die antike Schönheit bleibt unerreichbar für Faust.

Nach zahlreichen Songs, Tanzeinlagen und einem Fahrrad, das unter der Decke der Baracke zu schweben scheint, ist es am Ende des Stückes schließlich an der jüngsten Schauspielerin, Faust zu retten. Die erst neun Jahre alte Marie Kämpfer aus Schönhausen spielt den Engel, der Faust`s Seele vor Mephisto bewahrt. Dem bleibt nur noch zu sagen "Doch leider hat man jetzt so viele Mittel, dem Teufel Seelen zu entziehen".

Nach einer gelungenen ersten Vorstellung wurden die Schauspieler, Musiker und ein fleißiges Team hinter der Bühne vom begeisterten Publikum mit Standing Ovations belohnt. Mit knallenden Sektkorken konnte danach die Premiere-Party beginnen.

Am heutigen Sonnabend ab 19.30 Uhr ist die letzte Chance "Faust 2.0 - Goethe Live" in der Wuster Baracke zu erleben.

 

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