Hohengöhren ist ein sehr sportbegeistertes Dorf - seit 22 Jahren lädt der Sportverein alljährlich zum Sportfest ein. Diesmal wurde die neu geschaffene Leichtathletikanlage eingeweiht.

Hohengöhren l Immerhin 103 Mitglieder sind im Sportverein Hohengöhren, der von Wolfgang Gehrke geleitet wird, vereint. Das jüngste Angebot für die Freizeitsportler ist die von Detlev Voigt geleitete Leichtathletik-Abteilung, sie umfasst derzeit immerhin knapp 50 Mitglieder. Sportfreund Lars Klatt wurde kürzlich 17. beim Arendsee-Triathlon, belegte dort beim Lauf sogar Platz 4 in seiner Altersklasse.

Jetzt können die Leichtathleten ihren Sport auch auf dem Platz in Hohengöhren ordentlich ausüben: in ehrenamtlicher Arbeit entstanden eine 100-Meter-Laufbahn sowie Kugelstoß- und Weitsprunganlage. Mit dem 22. Dorfsportfest wurde die Anlage am Sonnabend ganz offiziell und feierlich eingeweiht.

Wie seit Jahren üblich, wird das Fest genutzt, um das Sportabzeichen abzulegen. Los ging es mit den Sprintwettbewerben, danach ging es zum Kugelstoßen. In beiden Disziplinen glänzte der 15-jährige Thomas Barthel aus Neuermark-Lübars: Die 100 Meter absolvierte er in 11,3 Sekunden, beim Kugelstoßen schaffte er 10,04 Meter.

Ausdauerlauf wird am Donnerstag nachgeholt

Mit im Starterfeld befanden sich auch neun Kinder, sie absolvierten den Schlagballweitwurf. Jüngster dabei war der fünfjährige Arik Zepernick aus Schönhausen, der zusammen mit seiner Mama Jean am Wettkampf teilnahm. Älteste im Starterfeld war Heidi Edom - sie ist 73 Jahre alt.

Als Alternative zum Weitsprung stand der Hochsprung, was auch einige Starter absolvierten. Wer wollte, konnte statt dessen auch Seil springen oder den Schleuderball werfen. Auch zum Sprint gibt es Alternativen: man kann 25 Meter schwimmen oder 200 Meter radeln - alles nach Zeit.

Und wer keine Kugel stoßen möchte, kann aus dem Stand springen.

Die Ausdauerwettbewerbe - also der 3000-Meter-Lauf beziehungsweise das Walking über 7,5 Kilometer - wurden angesichts der fortgeschrittenen Zeit auf den kommenden Donnerstag verlegt. Weil zudem immer wieder Regenschauer die Wettkämpfe unterbrachen, wurden nur Schubkarrenrennen und Torwandschießen ausgetragen. Thomas Utech schaffte bei letzterem unter anderem zwei Treffer.

Mit einer interessanten Premiere war die Schützengilde "Preußen" Hohengöhren beim Fest dabei: Neben ihrem Schießstand lud sie zum Bierkrugschieben ein.

"Beim Schützenfest in Jerichow hatten wir diesen Wettkampf erstmals erlebt", berichtete Horst Muzalak. Uwe Bewersdorf baute das Gerät nach, wo ein volles Glas möglichst weit geschoben werden musste - aber auch nicht zu weit. Denn dann fällt es durch ein Loch in ein Netz - weshalb wohl auch kein Bier im Glas ist...

Natürlich durfte auch die Kegelbahn genutzt werden. Zum Rahmenprogramm gehörten ferner Reitrunden, der Auftritt des Blauen Herzes sowie am Abend ein Tanz mit den Village Boys.

   

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