Die Grundplatte für das neue "Haus der Flüsse" der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe ist gegossen. Nun muss sie aushärten, bevor das vorgefertigte Gebäude aufgebaut wird. In der Zwischenzeit gehen die Bauleute daran, die Steganlage zur "Petroleuminsel" zu errichten.

Havelberg l In regelmäßigen Abständen fahren am Freitag Betonmischer auf die Baustelle in der Havelberger Elbstraße. Nahe dem Ufer ist in den vergangenen Wochen der Grundstock für das "Haus der Flüsse" gelegt worden. Zuletzt haben Eisenflechter die Bewehrung gefertigt. Diese muss mit Beton verfüllt werden. 240 Kubikmeter sind erforderlich. Das sind rund 30 Lkw-Ladungen, erklärt Gert Zimmermann. Das Fundament ist gut einen Meter hoch, sagt Andreas Wolf. Beide sind Mitarbeiter der Havelberger Firma HTI, die die Bauarbeiten ausführt. Für den Frostschutz ist diese Höhe erforderlich. Mit dem Ausheben der Baugrube war Ende Juni begonnen worden.

"Wir liegen im Plan", versichert Projektleiter Armin Wernicke von der Biosphärenreservatsverwaltung Mittelelbe. Diese will das Informationszentrum "Natura 2000" zur Bundesgartenschau im nächsten Jahr eröffnen. Neben dem großen Parkplatz, auf dem die Besucher der Buga empfangen werden, entsteht das "Haus der Flüsse", das mit seinen verschiedenen Ausstellungsthemen, vielfach unter Nutzung multimedialer Technik, über die Flusslandschaft umfassend informieren wird.

Für die inhaltliche Ausgestaltung laufen die Arbeiten im zuständigen Planungsbüro auf vollen Touren. Dazu gehören intensive Recherchen zu den Themen.

Unterdessen soll es auf der Baustelle in dieser Woche mit dem Bau der Steganlage losgehen, von der aus die Besucher künftig die im Rahmen der Havelrenaturierung entstandene "Petroleuminsel" aus der Nähe betrachten können.

Für Bau der Steganlage wird ein Damm geschüttet

Es ist tatsächlich so, dass in den gerade erst neu geschaffenen Havelarm noch einmal ein Damm gebaut werden muss. "Es gibt keine bessere sichere Lösung. Auf der Insel und hier auf dem Festland sind Pfahlbohrungen erforderlich. Körbe werden mit Beton verfüllt, auf denen die Brückenpfeiler dann stehen werden. Damit das Bohrgerät sicher eingesetzt werden kann, müssen wir diesen Damm schütten, um alles sicher ans andere Ufer bringen zu können", erklärt Armin Wernicke. Sechs Meter breit wird er und mit Wasserbausteinen errichtet. Auch das beim Bohren herausgeholte Material muss abgefahren werden können.

Die Zufahrt wird, von der Straße aus gesehen, links am neuen Fundament vorbeiführen, weil in den anderen Bereichen bereits die Erdarbeiten zur Außengestaltung des Infozentrums beginnen müssen.

Für das Haus, das in Form eines Treibholzes vorgefertigt wird, geht Armin Wernicke davon aus, dass der Aufbau im September beginnt.