Einen kleinen Vorgeschmack auf die im kommenden Jahr stattfindende Bundesgartenschau bekommen seit kurzem all die Radtouristen vermittelt, die auf dem Havelradweg durch Schollene radeln.

Schollene l "Nachdem der Radweg durch Schollene neu gestaltet wurde, ist dieser Platz hier der erste Anlaufpunkt der Radtouristen", erklärte Bürgermeister Armin Wernicke. Die Gemeinde hatte sich bereits Gedanken wegen der Platzgestaltung gemacht - da kam der Vorschlag des regionalen Energieversorgers Avacon gerade recht: Das Trafohäuschen sollte von professionellen Fassadengestaltern farbig "aufgehübscht" werden.

Freiwillige Helfer für schöneres Dorfbild gesucht

Das Vorhaben wurde auch im Gemeinderat vorgestellt und stieß dort auf eine positive Resonanz. Auf Wunsch der Schollener entstand auf dem Trafohäuschen eine Blumenlandschaft. Daniel Siering und Hendrik Uterwedde von der Potsdamer Firma Art-EFX benötigten diverse Spraydosen, um ihr Kunstwerk zu vollenden. Diese Firma hatte auch die Häuschen in Sandau an der Feuerwehr und an der Schönhauser Sparkasse gestaltet.

"Ein großes Lob an die beiden Potsdamer Künstler, das hier ist wirklich echte Kunst", fand Ulf Wabbel, der stellvertretende Verbandsbürgermeister. Und hofft zugleich, dass es den Schollenern recht lange erhalten bleibt.

"Das Kunstwerk passt gut zu diesem Standort und sieht in Wirklichkeit noch viel besser aus als auf dem Entwurf", freute sich Armin Wernicke. Zugleich hofft er, dass dieses gute Beispiel den Einheimischen als Initialzündung dient, um Schollene als Erholungsort noch ansehnlicher zu gestalten. - Vor allem mit Blick auf die Buga 2015.

Denn das Blumenrondell unmittelbar vor der neu geschaffenen "elektrischen Blumenlandschaft" hat zum Beispiel pflegende Hände bitter nötig, das Unkraut wuchert und der Strauch ist abgeknickt - im Gegensatz zum Trafo kein schöner Anblick.

Der Bürgermeister berichtete in dem Zusammenhang von den Aktivitäten der "Initiative für Schollene" am Badestrand an der Havel. Auch will die rege Initiative zur Buga Rabatten anlegen. Vielleicht erklärt sich nun ja auch ein Schollener bereit, den zentral gelegenen Platz in Ordnung zu halten...?

Der Netzbetreiber hatte in den letzten drei Jahren rund 150 Trafostationen verschönern lassen, 40 weitere sollen in diesem Jahr hinzukommen. Diese Aktion verschönert nicht nur das Ortsbild, sondern ist zugleich eine Präventionsmaßnahme gegen wilde Graffiti. Denn das Übersprühen verbietet der Ehrenkodex.