Drei männliche Erzieher gibt es in den Kindergärten des Elbe-Havel-Landes - allesamt in Klietz. Hier gehören seit kurzem zwei Neue zum Team.

Klietz l Zurzeit machen die Klietzer "Storchenkinder" und ihre Erzieher zwei Wochen Urlaub, die Schließzeit endet am 29. August. Zu den zwölf Erziehern, die sich um die derzeit 102 Kinder kümmern, gehören zwei frisch Ausgebildete. Es sind Pierre Komorowski und Maria Tangelmann, die die Ausbildung zusammen an der Berufsbildenden Schule in Stendal absolviert haben. Kindergarten-Leiterin Ines Daniel freut sich: "Ich habe beide ja schon als Praktikanten in unserer Einrichtung kennengelernt. Sie passen hier gut rein und haben sich auch bei der Erstellung des neuen Konzeptes eingebracht."

Auch das Windelnwechseln ist kein Problem

Pierre Komorowski ist 26 Jahre alt und in Wust aufgewachsen, seit letzten November lebt er zusammen mit seiner Freundin Anja Wagner in Klietz. Nach der Schule hatte der junge Mann in Stendal eine Ausbildung zum Fleischer gemacht. Als Zivildienstleistender kümmerte er sich einige Zeit um den körperbehinderten Florian Ziehm aus Sydow. Das machte ihm so viel Spaß, dass er sich auch nach einem freiwilligen sozialen Jahr in einer Stendaler integrativen Kindereinrichtung entschied, Erzieher zu werden. Er spielt Gitarre und Keyboard und geht angeln. Nach der Schließzeit wird er sich um die ganz kleinen "Storchenkinder" in der Krippe kümmern. Darauf freut er sich, auch das Windelnwechseln ist kein Problem für ihn, "das kriege ich hin".

Maria Tangelmann ist Tangermünderin und hat genau wie ihre Schwester im Schönhauser Verwaltungsamt Arbeit östlich der Elbe gefunden. Im Klietzer Kindergarten gefällt es ihr gut, schließlich sind die Bedingungen in dem großen sanierten Gebäude ideal und auch die Ausrichtung auf die Kneippschen Grundsätze findet sie genau wie Pierre Komorowski sehr interessant. Nach dem Abi hatte Maria Tangelmann eine Ausbildung zur Vitalassistentin gemacht und zwei Jahre in einem noblen Hotel in der Autostadt Wolfsburg gearbeitet. "Das hat zwar Spaß gemacht, aber ich fragte mich doch immer öfter, ob ich das wirklich mein ganzes Leben lang machen will. Denn viel lieber wollte ich eigentlich mit Kindern arbeiten." Deshalb setzte sie sich noch einmal auf die Schulbank, um Erzieherin zu werden. Dass sie nun in Klietz Arbeit bekommen hat, macht die 25-Jährige glücklich. "Ich will hier in der Region bleiben, ich brauche meinen Tangermünder Kirchturm und will meine Familie und meine Freunde um mich haben." Die Erzieherin ist sehr sportlich, leitet beim Tangermünder Leichtathletikverein auch zwei Kindergruppen.

Andreas Wedding ist stellvertretender Leiter

Auch noch relativ neu sind im Erzieherteam David Kersten aus Schollene und Andreas Wedding. Der Tangermünder ist der stellvertretende Leiter des "Storchennestes" und beginnt jetzt mit der Weiterbildung zum Kneipp-Erzieher. Für ihn ist die Anstellung in Klietz "ein Sechser im Lotto" und er findet die Mischung aus jungen und den schon lange hier tätigen Erzieherinnen sehr gut. Da die Kinderzahl konstant ist und in den kommenden Wochen sogar steigt, ist Ines Daniel zuversichtlich, dass die Konstellation lange so bleibt.