Kleine gelbe Spielzeug-Enten haben sich am Sonnabend in Havelberg einen spannenden Wettstreit auf der Havel geliefert. Sie schwammen für einen guten Zweck um die Wette.

Havelberg l 2004 vom Havelberger Verein "Blaue Herzen für Kinderfreundlichkeit" ins Leben gerufen, erlebte der zweigeteilte Spaßwettbewerb - Bürgermeister-Entenrennen und Entenrennen für Jedermann - seine mittlerweile elfte Auflage in der Domstadt. Die Organisatoren hatten dafür wieder fleißig die Werbetrommel gerührt. Mit Erfolg. 57 Kommunen und Verbandsgemeinden meldeten sich mit insgesamt 63 Enten für das 11. Havelberger Bürgermeister-Entenrennen an. Darunter nicht nur Bürgermeister, sondern zum Beispiel mit Jens Weißflog aus Oberwiesenthal auch ein ehemaliger Skisprung-Weltmeister und -Olympiasieger. Oder die Brockenwirte, die für Schierke Startplätze in Havelberg sicherten.

Besonders erfreut zeigten sich die Organisatoren jedoch über die Tatsache, dass mit Nordrhein-Westfalen (erstmals durch die Teilnahme der Stadt Selm), Niedersachsen (mit Havelbergs Partnerstadt Verden), Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt gleich sechs Bundesländer beim Schwimmwettstreit auf der Havel beteiligt waren.

Zwei Bürgermeister fiebern als Zuschauer mit

Vereinsvorsitzender Detlef Ballendat gab kurz nach 10 Uhr zusammen mit dem Blauen Herzen von einem Katamaran aus den "Startschuss": Er schüttete in Höhe Schiffswerft alle 63 Bürgermeister-Enten zugleich in die Havel. Diese lieferten sich dann auf dem Rennabschnitt bis kurz vor der Sandauer Brücke einen erbitterten Kampf um die Plätze. Lange Zeit schien es sogar, als würde es zu einem Fotofinish kommen, denn der gelbe Pulk steuerte eisern auf einer Linie auf das Ziel zu. Havelbergs Bürgermeister Bernd Poloski und der Jederitzer Ortsbürgermeister Lothar Pietzschmann fieberten als Zuschauer mit ihren Rennenten mit.

Helfer vom Havelberger Wassersportverein, die von Motorbooten aus das Feld immer gut im Blick hatten, sorgten dann für ein bisschen Wellengang, der die Enten etwas antrieb. Die eine mehr, die andere weniger. Am Ende hatte Allrode aus dem Harz eine Nasenlänge Vorsprung vor ihrer Verfolgerin aus Pasewalk. Den dritten Platz und damit ebenfalls den Gewinn einer Piratenparty mit Kapitän Blaubeere und dem Blauen Herzen sicherte sich die Stadt Schwanebeck. Bester Ort aus der Elb-Havel-Region war Fischbeck auf Platz 5. Die Stadt Havelberg erwies sich auch in diesem Jahr wieder als ein guter Gastgeber, ihre Ente hatte auf der heimischen Havel erneut nicht genug Power, um in die vorderen Ränge zu schwimmen.

"124" erreicht als Erste das Ziel

Weit mehr "bevölkert" als beim Lauf zuvor zeigte sich der Havelabschnitt dann beim anschließenden Entenrennen für Jedermann. An diesem konnte sich jeder beteiligen, der im Vorab einen Coupon mit einer Startnummer gekauft hatte. Bis kurz vor dem Start am Sonnabend wurden an der Avus noch Teilnahmescheine angeboten, wovon Interessenten auch rege Gebrauch machten.

Im Gegensatz zum Bürgermeister-Entenrennen zog sich das Feld des Jedermann-Laufes weit auseinander. An der Spitze allerdings ging es auch dabei ganz eng zu. Im Juryboot mussten die Schiedsrichter schon ganz genau hinschauen, um die korrekte Folge des Zieleinlaufes zu notieren. Den Sieg holte sich hier die Ente mit der Startnummer 124. Ihr Besitzer darf sich über einen Rundflug über die Region vom Kleinflugplatz in Scharlibbe aus freuen. Insgesamt gab es Preise für die ersten 70 Plätze. Und einen Trostpreis für den letzten Platz (Nr. 449): eine Ente, allerdings eine richtige.

Neunjährige gewinnt Hotelaufenthalt in Thale

Strahlende Augen machte bei der Siegerehrung kurz nach Eröffnung des Blasmusikfestes auf dem Markt die neunjährige Leonie Kardell aus Havelberg. Denn einer ihrer fünf Trümpfe stach: Platz 2. Womit sie einen Aufenthalt im Berghotel "Hexentanzplatz" in Thale gewann. Zusammen mit ihrer Pflegemutti Heike Lobitz wird sie den Gutschein einlösen.

   

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