Klietz macht seine Wärmeversorgung fit für die Zukunft: Im kommenden Jahr soll das Heizwerk modernisiert und die Versorgung erweitert werden.

Klietz l Immer mehr Gemeinden suchen angesichts steigender Preise nach zukunftsfähigen Lösungen für ihre Energieversorgung. Mit seinem Votum für die Machbarkeitsstudie zur Wärmeversorgung hatte der Gemeinderat den ersten Schritt getan. Ein Arbeitskreis erstellt nun mit Unterstützung der Leipziger Firma Tilia bis zum Jahresende ein Modernisierungskonzept.

Zuerst soll mit einer langfristigen Bedarfsprognose eine Grundlage geschaffen werden. Dann werden technische Varianten verglichen, auch ökologischen Anforderungen wird Rechnung getragen. Die Studie wird mit 76000 Euro bezuschusst, die Kommune zahlt 19000 Euro Eigenanteil.

Klietz setzt auf regionale Energieträger und will die Wärmepreise spürbar senken. Favorisiert werden Holzhackschnitzel, denn die Gemeinde besitzt 48 Hektar Wald, erklärte Bürgermeister Jürgen Masch. In die Studie werden aber auch Erdöl oder -gas mit einbezogen, auch Biogas sowie separate Heizwerke seien eine Option.

Zudem soll das Leitungssystem verjüngt werden - denn es gibt weniger Abnehmer - derzeit sind es Kita, Schule, Turnhalle, Seniorenklub und die kommunalen Neubauten. Mit hinzustoßen soll später auch die Feuerwehr.

In Kürze erhalten die Bewohner der möglichen Erweiterungsgebiete - Friedenssiedlung, Mahlitzer Weg und Mahlitzer Siedlung - die Möglichkeit, sich zu ihrem Anschlusswunsch an die neue Wärmeversorgung zu äußern.

Treff am 10. September

Eine Informationsveranstaltung dazu findet am Donnerstag, 10. September, ab 19 Uhr im Jugendtreff in der Birkheide statt. Alle Interessenten sind eingeladen, sich über das Vorhaben sowie zur Befragung zu informieren. Zudem besteht die Gelegenheit zum Gespräch mit der Arbeitsgruppe und Mitarbeitern der Tilia GmbH.