Auf eine harte Probe gestellt werden die Anlieger der Hohengöhrener Ortsdurchfahrt. Denn nach dem Ausbessern der Asphaltdecke ist das Gepolter der Autos und vor allem Lkw kaum erträglich.

Hohengöhren l Kaum zur Ruhe konnte man am zurückliegenden Pferdemarkt-Wochenende kommen, auch am Montag, als viele Laster von Havelberg wieder gen Süden rollten. Grund für die Belastung sind Ausbesserungen an der Ostsdurchfahrt, die vor rund vier Wochen vorgenommen worden sind.

Erschütterungen rauben Anliegern den Schlaf

Sandra Campehl, die mit ihrer Familie zu den Anliegern gehört, wandte sich an die Volksstimme: "Die Geräuschkulisse an einer Durchgangsstraße sind wir gewöhnt, aber die Beeinträchtigungen nach den Ausbesserungsarbeiten überschreiten das Maß des Erträglichen bei Weitem. Erschütterungen der Gebäude werden Bauwerksschäden nach sich ziehen und bei den meisten Anwohnern der Ortsdurchfahrt Hohengöhren liegen die Nerven blank. Eine Besserung ist nicht in Sicht, da ein Termin für die grundhafte Sanierung noch nicht feststeht." Eine weitere Anruferin erklärte am Volksstimme-Telefon, dass die Gläser in den Schränken klirren, nachts kaum an Schlaf zu denken ist und sogar schon Bilder von der Wand gefallen sind. Nicht nur die Lkw sorgen für Erschütterungen, auch das Gepolter der Autos ist seit den Bauarbeiten deutlich zu hören und zu spüren.

Manfred Krüger, der Leiter des Landesstraßenbaubehörde, erklärt auf Volksstimme-Anfrage, dass er den Ärger nachvollziehen kann. Er selbst merkte vor wenigen Tagen bei einer Fahrt durch Hohengöhren, dass die Arbeiten nicht wie erhofft ausgeführt worden sind. Die entstandenen Huckel werden auch bei starker Belastung nicht mehr abgefahren. "Die Unebenheiten müssen mit einer Feinfräsemaschine behoben werden und in einem Teilbereich müssen wir die Straße neu versiegeln lassen." Eine entsprechende Maschine sei schon bestellt, allerdings wird es einige Zeit dauern, bis sie freie Kapazitäten zum Einsatz in Hohengöhren hat. Möglichst bis Oktober soll Abhilfe geschaffen werden.

Grundhafter Ausbau wegen der Buga frühestens 2016

Der grundhafte Ausbau der Ortsdurchfahrt ist schon längere Zeit im Gespräch. "Die technische Planung ist abgeschlossen, bei der Regenentwässerung gibt es noch Klärungsbedarf", so Manfred Krüger. Gebaut werde allerdings frühestens 2016, wenn das Geld dafür bereitgestellt werden kann. Denn im kommenden Jahr will man wie auf allen Zubringerstraßen nach Havelberg auf umfangreiche Arbeiten verzichten, damit der zur Buga erwartete verstärkte Verkehr nicht beeinträchtigt wird.