Als Gastgeber des 17. Altmärkischen Heimatfestes am ersten Juli-Wochenende 2015 wird sich die Gemeinde Schönhausen finanziell an den Kosten beteiligen. Der Rat einigte sich auf eine Summe von 15000 Euro.

Schönhausen l Eigentlich sieht der gerade aufgestellte Finanzplan von Tourismusmanagerin Jenny Freier 20000 Euro der Gemeinde Schönhausen vor. 65000 Euro werden für das komplette Angebot zum dreitägigen Fest der Altmarkkreise Stendal und Salzwedel gebraucht. Doch die 5000 Euro Differenz erhofft sich die Gemeinde von der Verbandsgemeinde. "Es hieß ja von Anfang an, dass es nicht nur ein Schönhauser Fest ist, sondern ein Spiegelbild der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land sein soll", begründete Bürgermeister Alfons Dobkowicz auf der Ratssitzung am Dienstagabend. Der stellvertretende Verbandsbürgermeister Ulf Wabbel gab zu bedenken, dass sich die meisten Gemeinden in Haushaltskonsolidierung befinden und die 1000 Euro wohl nur schwer aufbringen können. Er werde es in der nächsten Bürgermeisterrunde ansprechen.

Planung mit mindestens 5000 Besuchern

Auch Schönhausen fällt es nicht leicht, die 15000 Euro bereitzustellen, muss sie doch bei der Flutschadenbeseitigung im Wohnungsbereich einen Eigenanteil aufbringen. Hinzu kommt, dass sich die Voraussetzungen nach der Flut nicht verbessert haben. Eines der ganz wichtigen Dinge, die bis Juli 2015 realisiert sein müssen, ist die Parksanierung. Hier wurde noch nichts gemacht. Doch der Bürgermeister ist zuversichtlich, dass das zu schaffen ist. "Wir haben zugesagt - dann werden wir uns jetzt nicht die Blöße geben und nicht den passenden Rahmen bieten." Auf die Frage von Dieter Hertel, ob es denn notfalls einen PlanB gibt, antwortete er: "Wir haben genug Platz an anderen Stellen. Außerdem werden auch andere Bereiche wie das Bürgerzentrum mit einbezogen, es konzentriert sich also nicht alles nur auf den Park."

Sorgen macht sich der Rat, dass die erhofften Besucher nicht kommen und dann weitere Kosten zu deckeln sind. Zu den Altmärkischen Heimatfesten, die bisher stets westelbisch stattfanden, kamen durchschnittlich 8000 bis 10000 Gäste. "Wir rechnen hier mit dem schlechtesten Fall - 5000 bis 7000 Personen", erklärte Jenny Freier. Die Bedenken der Schönhauser sind nicht ganz unbegründet, kamen doch auch zur Altmärkischen Tier- und Gewerbeschau nicht so viele Besucher wie erhofft. "Die Elbe ist eine natürlich Grenze. Wie viele Salzwedeler werden da wohl kommen?" fragte Gottfried Bauch. Ein Fest ohne Risiko gebe es nicht, erklärte Jürgen Mund und sprach damit auch den von den Gastgebern befürchteten Regen an. "Wir müssen alles dafür tun, dass die Westelbischen gern hierher zu uns kommen. Die Verbandsgemeinde hat schon sehr gute Arbeit bei der Planung geleistet und wird ein sicher sehr ansprechendes Programm zusammenstellen, das die Besucher anlockt."

Planung mit Freude und Optimismus

Dem pflichtete Thomas Roloff bei. "Mit Bismarcks 200. Geburtstag steht uns 2015 ein wichtiges Ereignis bevor. Das Jubiläum spielt thematisch beim Heimatfest eine Rolle und zieht sicher zusätzlich Gäste an. Wir müssen nur mit Freude und Optimismus daran gehen und selbst positiv denken. Denn nur so kann auch wirklich ein schönes Altmarkfest gefeiert werden."

Das von Hartmut Wagener angesprochene Parkplatzproblem werde demnächst mit dem Ordnungsamt besprochen, es gebe genügend Wiesen am Ortsrand, die vor allem am Haupttag (Sonnabend, 4. Juli) genutzt werden müssen. Über einen Shuttle in den Park müsse man sich noch Gedanken machen.

An der Finanzierung des Festes beteiligen sich auch die beiden Landkreise, außerdem wird auf Spenden von Firmen gehofft und es werden Standgebühren und zwei Euro Eintritt kassiert. Vorträge, Märkte, ein Umzug und kulturelle Programme auf zwei oder drei Bühnen sollen für Vielfalt an allen drei Tagen sorgen.