Schönhausen (asr) l 42 Jahre ist es her, dass sich ihre Wege nach zehn gemeinsamen Schuljahren trennten. Die A-Klasse des 1972er Abschlussjahrganges der Schönhauser Oberschule traf sich am Sonnabend. Und zwar in Hohengöhren, weil die aus diesem Dorf Stammenden unter der Federführung von Wolfgang Gehrke dieses Mal das Wiedersehen organisiert hatten. Nach der Begrüßung in der Gaststätte "Stadt Braunschweig" ging es rüber nach Schönhausen, um einen Blick in die alte Schule zu werfen. Hier waren die zwei Jahre Jüngeren gerade mit ihrem Rundgang fertig und man freute sich bei der Begegnung auf dem alten Schulhof, auch hier bekannte Gesichter wiederzusehen. Es gab auch die ein oder andere herzliche Umarmung. Zusammen mit der ehemaligen Klassenlehrerin Ingrid Klosz ging es auf Reise in die Vergangenheit. Unvergesslich ist die Fahrt nach Moskau und Leningrad 1971. Mit dem Zug hatte man sich auf die lange Reise begeben. Wolfgang Gehrke erzählte, wie er beim Umsteigen in Warschau seinen Ausweis verloren hatte. Das bemerkte er erst bei der Einreise - der sowjetische Zoll ließ den Schüler ohne gültige Papiere nicht ins Land. Es blieb Russischlehrer Alfred Dreger also nichts anderes übrig, als mit dem Schüler zurück nach Warschau zu fahren, wo der Pass inzwischen in der Botschaft abgegeben worden war. Mit einem Tag Verspätung stießen die beiden dann wieder zur Klasse.

Die Einweihung des Schulneubaus hinter dem ehemaligen Bismarckschen Gut, inzwischen wieder abgerissen, fiel in die Schulzeit. "Da gab es dann auch das neue Russischkabinett, vor dem wir uns wegen der Tonanlage alle gefürchtet haben."

Etliche der alten Schulkameraden sind in der Region geblieben. Etwas weiter weg, in Leipzig, lebt Anneliese Wiederanders, geborene Runge. Elisabeth Richter, geborene Bruhne, hat es in die Nähe von Jüterbog verschlagen. Sieglinde Hentschel, geborene Voigt, ist in Wernigerode zu Hause. Und in Berlin hat Lothar Freudenhagen seinen Platz gefunden.

Zurück vom Ausflug in die Schule, genossen die ehemaligen Schulfreunde den Abend. Aufgelockert wurde er mit einem Kegelturnier auf der Anlage am Sportplatz.