Klietz (asr) l Einen spannenden Nachmittag erlebten die Klietzer Senioren, die wieder einmal Dieter Wartenberg zu sich eingeladen hatten, um von seinen Äthiopien-Reisen zu hören. Im Jugendklub fanden sich die Mitglieder der Volkssolidarität ein, weil es hier die Möglichkeiten für das Zeigen der Bilder aus Afrika gibt.

Dieter Wartenberg, der etliche Jahre in Äthiopien an der Universität Lehrer ausbildete und seit seiner Pensionierung immer wieder in das Entwicklungsland reist, zeigte zunächst Fotos von der Spendenübergabe. "Damit Sie wissen, wo Ihr Geld geblieben ist." Denn die Klietzer hatten beim letzten Vortrag gesammelt und das Geld mitgegeben. Schulbänke wurden davon gekauft und auch über die Mehlsäcke freuten sich die Menschen sehr. "Geht es uns gut!" lautete ein Kommentar aus der Zuschauergruppe. Oder: "Davon können wir nur träumen", als Dieter Wartenberg von den großen Schulen mit 100 Kindern in einer Klasse erzählte. "Es ist gar nicht schwer, so viele Kinder zu unterrichten, weil sie sehr diszipliniert sind."

Der 79-Jährige, der mit einem regionalen Führer und mit seinem Ziehsohn unterwegs war, nahm die Klietzer mit auf seine letzte Reise, die ihn in den Süden des Landes geführt hatte. "Südland" ist noch sehr unterentwickelt, aber die Vorkommen an Gold, Nickel oder Kobalt sind groß, "es ist das Land der Zukunft für Äthiopien", ist sich Dieter Wartenberg sicher. Durch das feuchtwarme Klima gibt es eine üppige Vegetation - mit der Ernte werden 20 Prozent der Bevölkerung des ganzen Landes versorgt. Auch der Tourismus entwickelt sich langsam. Fotos von Rinderhirten, die kein Geld kennen und nur von und mit den Tieren leben, von Wasserfällen, Bananenplantagen, Menschen mit Körperbemalung und Schmuck aus Tierfell oder Früchten... gaben einen Einblick in das Leben der Naturvölker.

Über sie hat Dieter Wartenberg das dritte Buch fertiggestellt. Es heißt "Zauberhaftes Südland, Gesichter Äthiopiens". Am 19. Oktober fliegt der Klietzer wieder nach Afrika.