Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz hat sein Versprechen gehalten: Im September beginnt der Bau des neuen, sicheren Deiches bei Fischbeck. Gestern Nachmittag gab es vor Ort eine Info-Veranstaltung.

Fischbeck l Auch wenn es erst ab nächste Woche mit dem Abfräsen der Grasnarbe so richtig mit dem eigentlichen Deichbau beginnt, so ist die Osterburger Firma OST-Bau bereits mit kleinem Team in Fischbeck angerückt. Denn die Lagerplätze für die Baumaterialien müssen vorbereitet werden. "Nächste Woche geht es dann los", erklärt Bauleiter Lars Grigo. Es sind zunächst zwei Abschnitte von der Bruchstelle in Richtung Norden bis zur B188, die in gut einem Jahr Bauzeit mit einem DIN-gerechten Deich versehen werden. "Hoffentlich haben wir so einen Winter wie letztes Jahr - nämlich gar keinen - und können durchziehen", meinte Burghard Henning, der Leiter des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW), gestern Nachmittag. An der Überfahrt, wo am 10. Juni 2013 der Deich gebrochen war, hatten sich Planer, Baufirma, Vermesser, Behördenvertreter, Ratsmitglieder und auch Dorfbewohner versammelt, um sich über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren.

Begleitet wird der Bau auch von Archäologen und vom Kampfmittelbeseitigungsdienst. Während die Archäologen in dem historisch spannenden Gebiet mit einer schon dichten Besiedlung während der Altsteinzeit und einem sich ständig verändernden Flusslauf noch nichts Nennenswertes gefunden haben, so gibt es für die Kampfmittelbeseitiger dagegen jede Menge zu tun. Mehr über die zahlreichen Funde aus dem Zweiten Weltkrieg lesen Sie morgen.

Das jetzt in Angriff genommene 2,5 Kilometer lange Stück wird auf knapp einem Kilometer komplett neu gebaut. An der breitesten Stelle ist der neue Wall etwa 500 Meter vom alten entfernt. Daran anschließend wird auf den vorhandenen Schlafdeich auf rund 800 Metern aufgebaut.

Und auch der jetzige Hauptdeich dient auf etwa 700 Metern als Grundgerüst für den neuen Wall, erklärt der Projektverantwortliche André Pasemann vom LHW. "In diesem Bereich wird ab dem Frühling immer nur in kurzen Abständen von bis zu 200 Metern gebaut, damit bei einem Hochwasser schnell reagiert werden kann. Aufwendig wird die Querung des Junkern-Wiehls, die mittels Spundwänden erfolgt.