Die Bäume entlang der Bundesstraßen 107 und 188 im Elbe-Havel-Land, die das Stehen im Flutwasser im Juni 2013 nicht überstanden haben, sind jetzt entfernt worden. Es handelte sich zumeist um junge Laubbäume, die abgestorben sind.

Elbe-Havel-Land l Die Wiederaufforstung gehört zum Wiederaufbauprogramm. "Allerdings werden wir nicht alle Bäume ersetzen", erklärt Manfred Krüger, der Leiter der für Bundesstraßen zuständigen Landesstraßenbaubehörde in Stendal. Dort, wo die Bäume dicht an der Straße standen, wird es keinen Ersatz geben. Das betrifft beispielsweise die Strecke zwischen Schönhausen und Hohengöhren oder bei Kabelitz/Wust. "Es gibt inzwischen neue Richtlinien für das Anpflanzen bei Um- und Ausbauten. Der Abstand zwischen Straße und Baum muss mindestens sechs Meter betragen. Und das ist hier nicht der Fall", so Manfred Krüger. "Erlaubt ist eine dichtere Anpflanzung nur, wenn dazwischen Schutzplanken gezogen werden. Das ist zum einen zu teuer und zum anderen auch unansehnlich." Eine Möglichkeit wäre noch, die Bäume hinter den Radweg zu setzen. Aber dann müsste man erst einmal den Grund und Boden erwerben.

An der B188 zwischen Wuster Damm und Kabelitz verzichtet man generell auf eine Neuanpflanzung. "Denn das Land Brandenburg ist ja derzeit dabei, die Straße bis zu unserer Landesgrenze auszubauen und zu verbreitern. Irgendwann sind wir im Zugzwang und werden das fortsetzen müssen", sagt Manfred Krüger. "Und weil wir jetzt noch gar nicht wissen, auf welcher Seite wir verbreitern, können wir auch keine Bäume pflanzen." Dieser Straßenbau sei allerdings Zukunftsmusik, vorher gebe es andere, dringendere Sachen im Elbe-Havel-Land.

Für 2015 sind keine Sanierungen geplant, weil der Verkehr zur Buga nicht beeinträchtigt werden soll.

Insgesamt wurden rund 800 tote Bäume gefällt. Die Neuanpflanzung - da, wo sie gestattet ist - soll wahrscheinlich gleich im nächsten Frühjahr erfolgen, damit es keine Lücken zur Buga gibt.

Manfred Krüger teilte noch mit, dass die Bauarbeiten an der Brücke über den Trübengraben bei Klietz gut im Zeitplan liegen. Im November soll die Überführung fertig sein, damit der Verkehr auf der B107 wieder ungehindert rollen kann. Die jetzt genutzte Behelfsbrücke wird bis März zurückgebaut.