Am Computer auf Ausbildungsplatzsuche für ihren Wunschberuf sind in den vergangenen Tagen Havelberger Schüler im mobilen Berufsinformationszentrum (BIZ) der Stendaler Agentur für Arbeit gegangen.

Havelberg l Erstmals hatte das BIZ in der Aula des Schulzentrums aufgebaut. "Ein enormer Platzgewinn im Vergleich zum früheren Standort: der Turnhalle im ehemaligen Sekundarschul-Komplex", freute sich Ulrich Gruber, der als stellvertretender Leiter der Sekundarschule auch die berufsvorbereitenden Maßnahmen an dieser Einrichtung koordiniert. Er ließ es sich deshalb auch nicht nehmen, Edeltraut Diebel, Beraterin für akademische Berufe, bei ihrer Arbeit im BIZ zu unterstützen. Und zwar immer dann, wenn Schülergruppen aus der Sekundarschule hier angemeldet waren. Konkret betraf das alle Klassen von der Klassenstufe 7 bis zur Klassenstufe 10.

Gerade für die Zehntklässler ist es jetzt an der Zeit, eine Berufswahl zu treffen, sich entsprechende Ausbildungsplätze dafür zu suchen und Bewerbungen an die Firmen/Betriebe zu schreiben, bei denen sie ihren Wunschberuf lernen möchten. So druckte sich Lucas Gerstmann von einem Computer des BIZ hauptsächlich Ausbildungsplatzangebote für den Beruf des Kochs aus. "Ich denke, das liegt mir", sagte er. "Zu Hause stehe ich auch öfters am Kochherd." Nick Aselmeyer aus Rehberg möchte gern Landwirt werden - wie sein Vater. Die Ausbildung dafür beabsichtigt er allerdings in einem anderen als dem heimischen Betrieb zu machen, um auch mal etwas anderes kennenzulernen.

Fündig geworden

Fündig sind am Ende beide Jungen aus der 10a geworden, nun wollen sie ihre Bewerbungen schreiben und auf die Antworten darauf warten.

Den jüngeren Schülern aus den Klassen 7 bis 9 halfen Edeltaut Diebel und Ulrich Gruber auch gerne dabei, herauszufinden, welche Berufe zu ihren Interessen und Fähigkeiten passen und ob sie geeignet für den jeweiligen Beruf sind.

Gut genutzt wurde das mobile Berufsinformationszentrum in seinen zwei Wochen Standzeit im Schulzentrum zudem von den Jugendlichen, die in Havelberg das Diesterweg-Gymnasium Tangermünde-Havelberg besuchen - die Schüler der Klassen 9 bis 11 zählten hier zu den Besuchern - und von Mädchen und Jungen aus der Förderschule in Klietz.

Wer sich von den Jugendlichen, die auch 2016 noch die Schule besuchen, bisher nicht schlüssig darin ist, welchen Beruf er später einmal ausüben möchte, hat noch etwas Zeit, sich Gedanken darüber zu machen. Spätestens im September 2015 kann ihm dann auch wieder das BIZ in der Aula des Schulzentrums bei der Entscheidungsfindung helfen.