Viele Kuhlhausener können nun endlich aufatmen: Das Erzittern ihrer Häuser bei vorbeifahrenden Lkw hat ein Ende. Die Ortsdurchfahrt ist asphaltiert.

Kuhlhausen l Emsiges Treiben herrscht auf der Straße zwischen dem Karpfenteich und dem Gerätehaus der Feuerwehr: Ein Straßenfertiger trägt die 6,7 Meter breite Asphaltdeckschicht auf, zwei Walzen im Gefolge wuseln hin und her. Die anfangs 160 Grad Celsius heiße schwarze Masse dampft auch nach Minuten noch immer - auf der Straße könnte man Spiegeleier braten.

Eine Firma aus der Prignitz als Subunternehmer trägt den vier Zentimeter dicken Asphalt auf, herangeschafft wird er aus Falkenhagen. Den Auftrag von der Landesstraßenbaubehörde hatte eine Baufirma aus Steckelsdorf erhalten. Die Arbeiter kennen sich im Quappenwinkel schon aus - auch in Jederitz, Warnau und Garz hatten sie die Durchfahrten saniert. Der Asphalt wird auf der gesamten Länge von 740 Metern in voller Breite aufgetragen, wozu eine Vollsperrung vonnöten war. Das Verfahren hat den großen Vorteil, dass die recht anfällige Mittelnaht auf der Straße entfällt. Ob die Tragschicht am Ende auch 14 Zentimeter dick ist, wird an zwei Stellen im Nachhinein geprüft - dazu wurden vorab zwischen den Schichten Folien ausgelegt. Bohrkerne werden auch noch entnommen, hier wird die Zusammensetzung des Materials geprüft.

Gehwege fast fertig

Gut im Zeitplan liegen auch die Gehwege, bis auf wenige Stellen sind sie schon fertig gepflastert - wobei zum Teil auch altes Pflaster verwandt wurde. Auf Wunsch der Anwohner kam neben der Feuerwehr noch ein Gehweg auf der anderen Straßenseite hinzu. Der Friedhof erhielt Parkflächen, wozu dessen Mauer versetzt wurde. Neu sind auch die Straßenlampen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 831000 Euro. Am 15. Oktober um 16 Uhr ist offizielle Übergabe, wozu Verkehrsminister Thomas Webel erwartet wird.