Das Gerätehaus der Wuster Feuerwehr, das im Juni 2013 nach der Flut etwa 35 Zentimeter hoch geflutet war, wird gerade saniert - die Platzprobleme allerdings werden damit nicht behoben.

Wust l Denn das Gerätehaus ist nicht viel größer als eine Autogarage. Das TSF-W passt gerade so rein. Damit die Kameraden die an den Wänden hängende Einsatzkleidung anziehen können, muss das Auto erst einmal rausgefahren werden. Und durch die Sanierung sind noch ein paar Zentimeter an jeder Wand verlorengegangen. Denn die Sauerkrautplatten wurden durch Gipskarton ersetzt. "Nun wird es noch enger!" kann sich Jugendwart Christian Schäler nicht so richtig auf den baldigen Wiedereinzug freuen. Die Treppe nach oben in den Versammlungsraum fehlt noch sowie diverse Kleinigkeiten, dann ist das Gerätehaus wieder nutzbar.

Ausweichquartier ist eine Garage auf dem Bauhof. "Die ist gar nicht so schlecht", findet Christian Schäler. Denn sie ist auf jeden Fall größer. "Vielleicht hätte man das Geld für die Sanierung hier investiert und wir hätten ein Domizil, das den Ansprüchen gerecht wird." Auf jeden Fall würden sich die Kameraden freuen, wenn sie die Garage auch weiterhin nutzen könnten. Denn als Lagerraum bietet sie sich bestens an.

Und bestimmt besser, als der Keller des Neubaus der Schule. Hier hat die Wehr diverse Dinge gelagert, auch Einsatzkleidung und Kleidung der Jugendwehr. Während der Sommermonate, bedingt durch die Sommerschule und Urlaub, schaute hier längere Zeit niemand nach dem Rechten - und dann kam die böse Überraschung: alles verschimmelt! Denn auch hier hatte der Keller im Wasser gestanden und die Sanierung muss noch erfolgen. "Wir haben die Sachen mit Schimmel-Ex behandelt und gewaschen, der Erfolg war mäßig. Zumindest können wir sie nutzen, aber schön sieht es nicht mehr aus", erzählt der Jugendwart. Dabei kann er stolz auf seine Gruppe sein. Denn die besteht aus 16 Mädchen und Jungen - davon können andere Gemeinden nur träumen. Noch dazu, wo die Bedingungen in Wust nicht gerade motivierend sind. Denn bis auf den TSF-W hat die Wehr kein weiteres Fahrzeug. Und das bietet gerade mal dem Fahrer und fünf Kameraden Platz. "Das heißt, dass die Aktiven ab dem 7. Mann mit dem eigenen Auto zum Einsatzort müssen. Und die Jugendlichen sind gar nicht motorisiert. Wenn wir mal zur Ausbildung ins Gelände oder zu Wettbewerben wollen, müssen wir immer auf Privat-Pkw zurückgreifen." Christian Schäler wünscht sich, dass der kaputte und in einer Scheune stehende LF 8 repariert wird - die Bremsen sind das Hauptproblem. "Vielleicht findet sich ja ein Sponsor, der die Arbeiten finanziert! Nicht nur die Jugendwehr, sondern auch die Aktiven würden davon profitieren." Ein anderes Fahrzeug - ein ausrangierter Bulli vielleicht - würde das Transportproblem auch lösen.

Von der für die Feuerwehren zuständigen Verbandsgemeinde erhofft sich die Wuster Wehr erst einmal keine Hilfe, "wir wissen doch, wie es um die Finanzen bestellt ist. 2017/18 sollen wir ein neues Fahrzeug bekommen - aber daran glaubt hier keiner". Deshalb wollen sich die Wuster mit Hilfe von Sponsoren selbst helfen.

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