Die besorgten Blicke zum Himmel waren beim Sammeln zur 32. Reitjagd des Havelberger Reit- und Fahrvereins mit Sitz im Ortsteil Müggenbusch zum Glück umsonst. Das Wetter zeigte sich von seiner schönen herbstlichen Seite.

Müggenbusch l Bevor es über Felder und durch Wälder ging, kamen Ross und Reiter nicht um die traditionelle Kontrolle herum. Marita Manske und Christian Klemm überzeugten sich davon, dass die Reiter Handschuhe, Messer, Taschentuch und eine Sicherheitsnadel mit sich führen. Wem etwas fehlte, dem fehlte später auch Geld in der Tasche - Strafe muss sein!

Die "Jäglitz-Hörner" aus Stüdenitz kündeten den Beginn der Jagd an. Der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins, Ulrich Kilian, hieß zahlreiche Reiter, Kremserfahrer und Gäste willkommen. Er bedanke sich bei den Organisatoren und hob die ärztliche- und tierärztliche Begleitung hervor, die Sicherheitskräfte sowie die Sponsoren.

Daniel Manske als Master vorneweg

Der Master - wie im Vorjahr war es wieder Daniel Manske - verlas noch die Jagdregeln und die zu zahlenden Bußgelder bei Nichteinhaltung. Dann setzte sich der Tross in Bewegung und die Fahrt durch die bunten Wälder rund um Müggenbusch und Wöplitz begann. Angeführt vom Master mit Fuchsfell auf der Schulter (er darf nicht überholt werden), zeigten die Reiter an Hindernissen ihr Können.

Angenehme Temperaturen, Windstille, bunte Herbstwälder, die Ruhe und Idylle rund um die Hansestadt konnten die Teilnehmer der Reitjagd genießen. Mit ein bisschen Glück ließen sich auch die Tiere beobachten.

Ob am Wohnheim Julianenhof oder beim Durchfahren von Wöplitz und Müggenbusch, überall wurde der Tross von Schaulustigen beobachtet.

Astrid und Ullrich Kilian vom gastgebenden Verein fuhren als Ortskundige mit dem Führungskremser voran. Hier und auf allen anderen Gefährten wurde bei bester Laune auf den Herbst angestoßen.

Auf einer Waldlichtung wartete Gastwirt Detlef Ballendat mit seinem Team auf die Gäste. Bratwürste, Getränke und vieles mehr wurden angeboten. Für Kaffee und Kuchen hatten wieder die Vereinsfrauen gesorgt. Die Pause wurde zum Fachsimpeln genutzt und Master Daniel Manske ließ es sich nicht nehmen, die Kinder auf dem Rücken seines Pferdes über den Platz zu führen.

Über 30 Hindernisse säumen die Strecke

Seit einigen Jahren ist der Stendaler Frank Bertram mit seiner Tochter Lucie und den Welsh-A Ponys dabei, die gekonnt eine kleine Kutsche ziehen. Lucie war jetzt mit ihrem Pony "Iquiria" beim 6. Bundespferdefestival in Ellwangen in Baden-Württemberg dabei und wurde Bundessiegerin (dazu demnächst mehr).

An den über 30 Hindernissen, die auf der Strecke verteilt waren, gab es einen Stopp, um den Reitern beim Springen zuzuschauen. Imposante Bilder!

Nach dem Wettlauf der Großpferde, den Daniel Manske vor Jens Malzahn und André Schultze gewann, wurde traditionell der Eichenbruch - ein kleiner Eichenzweig zum Anstecken an den Hut oder die Kleidung - überreicht.

Und auch das Jagdgericht tagte.

Zum Abschluss wurde die Reiterin Lea Hamann vom Master zum "Jungreiter" geschlagen. Damit endete dann die gut organisierte Reitjagd.

Am Abend fand im Sandauer Schützenhaus traditionell der Reiterball statt.

   

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