Gut drei Jahre hat es gedauert, bis die Berliner Straße durch Rathenow grundhaft ausgebaut und komplett neu gestaltet wurde. Die Zeit der Verkehrseinschränkungen und Umwege ist nun vorbei: Am morgigen Mittwoch erfolgt die Freigabe.

Rathenow l Bürgermeister Ronald Seeger und Landrat Burghard Schröder werden morgen gegen 13.30 Uhr nahe der Schleusenbrücke das Band zerschneiden und dann können die Autos endlich wieder durch die Stadt rollen. Hier hat sich seit Mai 2011 viel verändert. Rund fünf Millionen Euro wurden in fünf Bauabschnitten investiert, um die ehemalige Bundesstraße zweckmäßig für Kraftfahrer und ansprechend für Spaziergänger zu machen.

Drei Kreisel ersetzen die Ampeln und sollen für einen zügigen Verkehrsfluss sorgen. Die Eingänge zu den Geschäften sind barrierefrei und es gibt mehrere Fußgängerüberwege. Auch die Radler haben einen eigenen Weg. Auf 40 Parkplätzen kann man Kurzzeit (eine Stunde) kostenlos parken.

Um die Aufenthaltsqualität in der Stadt zu erhöhen, ist der Märkische Platz am Kulturhaus mit einem begehbaren Brunnen und mit einer Spielschlange ausgestattet worden. Auf dem August-Bebel-Platz - aus Richtung Stendal kommend links kurz vor Beginn der Einkaufsstraße - ist ein "Baum des Lebens" gewachsen. Er besteht aus 1600 Tonfliesen, die die Bewohner und Gäste der Stadt (auch Liedermacher Reinhard Lakomy) mit unterschiedlichsten Motiven angefertigt haben. Durch ein Fernrohr als Symbol der "Stadt der Optik" kann man sich die Fliesen genau ansehen. Außerdem gibt es Flüsterblumen und Sitzgelegenheiten. "Der Platz ist damit enorm aufgewertet worden", freut sich Jens Hubald, im Rathaus für die Stadtentwicklung zuständig. "Generell kann man in Rathenow jetzt schön flanieren", weist er auf das Weinfest am 19. Oktober mit geöffneten Geschäften hin.

Auch die Friedensbrücke, die seit geraumer Zeit nur halbseitig passierbar ist, soll bis Ende des Jahres fertig sein. Im Frühjahr werden noch Bäume gepflanzt.