Dem Aufruf des Fördervereins und der Initiative zur gemeinsamen Aktion mit Kindern folgten am Sonnabend über 50 Aktive in Schollene und den Ortsteilen.

Schollene l Pünktlich um 9 Uhr versammelten sich Alt und Jung zwischen 4 und 75 Jahren mit Harke, Spaten und Blumenzwiebeln. Denn Schollene soll im Frühling erblühen und die durchreisenden Gäste zur Buga erfreuen. Größere Anstreicharbeiten mussten aufgrund des Nieselregens leider abgesagt werden. So wurde nur eine unterdachte Schautafel farblich verschönert. Im Frühjahr sollen die Streicharbeiten dann nachgeholt werden.

Rege Unterstützung gab es dieses Mal von einigen Jugendlichen des Dorfes, die gemeinsam mit Jugendklubbetreuer Klaus-Dieter Schmidt antraten. "Einfach toll, dass wir hier so eine große Unterstützung von euch bekommen haben", lobte Marika Jaworsky. Den Jugendlichen hat die Arbeit sehr viel Spaß gemacht. Sie stellten sogar am Sonntag ihr Werk am "Havelblick" noch selbständig fertig.

Der Arbeitseinsatz lief in Absprachen und guter Kooperation mit dem Heimatverein, der ebenfalls an diesem Tag Verschönerungsarbeiten auf und vor dem Gelände der Museumsscheune vornahm.

Wie auch in Schollene wurden in Molkenberg Blumenzwiebeln gesteckt. "Die Buga-Touristen sollen sich wohl fühlen - und wir Dorfbewohner erfreuen uns auch daran." Aus Nierow und Neuwartensleben gab es ebenfalls gute Unterstützung. Die Ferchelser machten sich daran, die Bushaltestelle auf Vordermann zu bringen.

Beratung zu Pflanztechniken

In Schollene wurden insgesamt vier große Kisten Blumenzwiebeln in die Erde gebracht. "Die Zwiebeln haben nicht mal gereicht", berichteten Melanie Bartsch, Stephanie Berg und Sandra Ehlert, die am Ortseingang aus Richtung Neu-Schollene aktiv waren. "Wir hätten gern noch mehr in die Erde gesetzt." Die Blumenzwiebeln mussten gut aufgeteilt werden. Denn auch im Dorfkern soll es im Frühling bunt sein. Auch das Team am Ortsausgang Richtung Molkenberg war überrascht, wie schnell alles vergraben war.

Im Vorfeld dieser Steckaktion hatten sich einige Frauen zu Pflanztechniken vom Technischen Leiter der Buga, Frank Schröder, beraten lassen. "Wir hatten ihn zu uns ins Heimatmuseum eingeladen und er gab uns wertvolle Tipps - vom Wurf-Zufalls-Pflanzprinzip bis hin zu mähfreundlichen Mustern", berichtet Diana Peuker.

Ein besonders unschöner Fleck im Ortskern wurde erst einmal umgegraben und bearbeitet. Hier wird der Förderverein in den nächsten Wochen noch eine Anpflanzung vornehmen. Gemeinsam mit Uwe Engel wurde gründlich beratschlagt, wie man hier gestalterisch und pflegeleicht am besten vorgeht.

An der Lehmkuhle, die bereits beim letzten Arbeitseinsatz im Frühling hergerichtet wurde, nahmen sich die Helfer diesmal den Havelblick vor. Dieser war bereits zu DDR-Zeiten ein beliebter Rastplatz, der leider im Laufe der Jahre zugewachsen war. Mit Axt und Gartenscheren wurde der Weg wieder freigeschnitten, so dass man wieder den weiten Blick über das Havelland schweifen lassen kann.

Bei einem wiederum überwältigenden Buffet - angerichtet von Dorfbewohnern - zum Abschluss der Aktion zogen alle eine zufriedene Bilanz: "Es haben sich viele Menschen sichtbar beteiligt - ein riesiges Dankeschön an alle, die das möglich gemacht haben", würdigte Petra Heinike das Engagement aller. Die Vorfreude auf das Ergebnis ist schon jetzt groß. Voraussichtlich am 25. Oktober wird nachgepflanzt, da die Blumenzwiebeln nicht ausgereicht haben. Wer sich beteiligen möchte, ist herzlich willkommen.

Es gab nette Gespräche, soziale Kontakte zwischen Jung und Alt und Freude am gemeinsamen Arbeiten. Es wurde schon gefragt, wann es den nächsten "Einsatz" gibt.

   

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