Dieter Wartenberg ist wieder unter der Sonne Afrikas. Am Sonntag hat der Klietzer das Flugzeug nach Äthiopien bestiegen, im Gepäck kleine Geschenke für liebe Bekannte und Spenden.

Klietz l Der im Westen des Landes gelegene Regionalstaat Gambella an der Grenze zum Sudan ist dieses Mal das Ziel des 79-Jährigen. "Diesen Teil des Landes kenne ich noch nicht", sagt der Klietzer, der viele Jahre in Äthiopien lebte und arbeitete. 2008 beendete er seine Professur an der Universität in der Hauptstadt Addis Abeba, wo er angehende Lehrer unterrichtete. Bis 1979 hatte er an der Klietzer Schule unterrichtet, dann verbrachte er die meiste Zeit des Jahres in Afrika. Die Leidenschaft ist bis heute ungebrochen. Mehrere Bücher hat er geschrieben, zuletzt über das sich langsam entwickelnde Südland, das reich an Vegeta­tion und Bodenschätzen ist.

In Addis Abeba wurde Dieter Wartenberg schon erwartet: von Birhano, einem jungen Mann Anfang 20. Ihn kennt der Klietzer schon, seit Birhano ein Junge war. Dem allein in der Hauptstadt Lebenden ermöglichte er, Englisch zu lernen und die Fahrerlaubnis zu machen. Nicht nur er begleitet den Klietzer auf seinen Reisen durch das Land, sondern auch Reiseveranstalter Abebbe, mit dem ihn inzwischen auch eine Freundschaft verbindet.

Doch bevor es in den Westen des Landes ging, hatte Dieter Wartenberg noch einen Auftrag zu erledigen. In Addis Abeba traf er den Leiter der Schule in Schafamu, die seit Jahren von der Grundschule und dem Gymnasium in Tangermünde unterstützt wird. Nachdem eine Abordnung der Schule und Dieter Wartenberg im April bereits vor Ort waren und Spenden überbrachten, hatte der Klietzer dieses Mal wieder 2500 Euro aus Tangermünde dabei. "Davon kaufen wir alles, was nötig ist, vor allem Materialien für den Chemieunterricht."

Dieter Wartenberg hat noch mehr Geld dabei. Und zwar aus Klietz - Spenden u. a. von den Mitgliedern der Volkssolidarität, die sich gern von den Reisen erzählen lassen und wissen, dass das Geld zu 100 Prozent ankommt, wo es gebraucht wird. Dieter Wartenberg kauft davon Mehl und andere Lebensmittel, die sich die Menschen in unterentwickelten Regionen kaum leisten können. Wo genau er diese Spenden übergibt, wird sich ergeben. Denn wenn alles klappt, will Dieter Wartenberg während des zweieinhalbwöchigen Afrika-Aufenthaltes auch noch ins nördliche Affa-Land - ausschließlich Wüste. Hier war er bereits, hat auch ein Buch darüber geschrieben. Ein Dorf und eine Schule haben bereits von der Hilfe aus Klietz profitiert.

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