Havelberg l "Es macht Spaß, hier zuzupacken. Hier ist wirklich noch nichts gestaltet - schön, die Wege wieder in Form zu bringen." Gerd Borstelmann ist Landschaftsarchitekt in Hannover, sitzt viel am Schreibtisch. Die Parkseminare des Vereins "Gartenträume - Historische Parks in Sachsen-Anhalt" sind ein guter Ausgleich zur theoretischen Arbeit. Ähnliche Intuitionen haben die anderen Teilnehmer des Seminars, das am Wochenende in Kooperation mit dem Zweckverband Bundesgartenschau in Havelberg und Stölln stattgefunden hat (die Volksstimme berichtete). Insgesamt 130 Helfer - Laien und Fachleute - reisten an, um beide Standorte bei Arbeitseinsätzen am Sonnabend und Sonntag ein weiteres Stück auf das kommende Jahr vorzubereiten.

Die 80 Freiwilligen in Havelberg waren auf mehrere Standorte aufgeteilt. Wie berichtet, waren sie auf der Spülinsel im Einsatz. Auch in der Gartensparte "Am Nußberg" hatten die Besitzer große Hilfe unter anderem beim Verschneiden der Bäume und Sträucher. In den Gärten der Domkurien 7 und 8 wurde ebenfalls zwei Tage lang zugepackt. Hier gab es ebenso einen mit dem Denkmalschutz abgestimmten Plan wie für den Mönchsgarten. Als die Helfer in letztgenanntem anrückten, war Besitzerin Edeltraut Weland zunächst besorgt: "Hoffentlich wird nicht zu viel entfernt, damit der urige Charakter erhalten bleibt." Mittags dann war sie mehr als zufrieden. Denn dieser urige Charakter bleibt erhalten, auch wenn jede Menge Gestrüpp entfernt worden ist. Heike Mortell, Gartendenkmalpflegerin, erklärt: "Der Mönchsgarten soll umringt von der Mauer ein intimer Bereich der Buga sein, wo man sich auch mal zurückziehen und Ruhe finden kann. Entlang der Mauer wird auf dem Boden ein Holzverdeck verlegt, auf dem Sitzgelegenheiten stehen, der Pavillon wird integriert. Zum vorhandenen Obstbaumbestand kommen neue Bäume und Sträucher dazu. Es muss nicht immer die große Gartenkunst sein, die beeindruckt. Besucher, die in den Mönchsgarten kommen, werden einen Aha-Effekt erleben."

   

Bilder