Elbe-Havel-Land (asr) l Das Heimatbuch "Das Wissen der Region" mit Geschichte und Geschichten aus dem Elbe-Havel-Land, die in keinem Lehrbuch stehen, sondern aus der Erinnerung der Autoren stammen, nimmt Gestalt an. Wolfgang Haacker, Projektbeauftragter des herausgebenden Kulturfördervereins Östliche Altmark, und Lektorin Bärbel Conrad aus Sydow hatten vergangene Woche auf der Sitzung des Verbandsrates die Gelegenheit, Zwischenbilanz zu ziehen.

Geschichten aus allen Gemeinden

46 Autoren, allesamt Laien, konnten für das Aufschreiben ihrer Erinnerungen gewonnen werden. Es liegen 15 Manuskripte aus Wust-Fischbeck vor, elf aus Schönhausen, zehn aus Klietz, acht aus Sandau, sieben aus Kamern und sechs aus Schollene.

"Allesamt hochinteressante Beiträge", sagt Bärbel Conrad und nennt als Beispiele Geschichten einer Wuster Hebamme, die 2700 Kindern auf die Welt geholfen hat, über die Landmaschinen-Dynastie in Kamern, das Munitionswerk und die Gemeindeschwester in Klietz, die Flut 2013 und in früheren Jahren, der Zweite Weltkrieg... "Es sind keine Statistiken, sondern ganz persönliche Erlebnisse", macht Bärbel Conrad deutlich.

400 Seiten wird "Das Wissen der Region" umfassen, dazu rund 50 zu den Geschichten passende Bilder. Es handelt sich bereits um die vierte Auflage, die ersten drei befassen sich mit Regionen westlich der Elbe in der Altmark.

Der Druckauftrag soll im Februar erteilt werden. Denn pünktlich zum Start der Buga sollen die Bücher in den Verkaufsregalen liegen. Gedruckt werden 1000 Stück.

15000 Euro imHaushalt eingestellt

15000 Euro werden dafür gebraucht. Und hier kommt die Verbandsgemeinde ins Spiel. Wolfgang Haacker hat den Rat gebeten, diese Summe zur Verfügung zu stellen. Wenn alle Bücher verkauft sind - zum Preis von 20 Euro - dann bleiben abzüglich der entstandenen Kosten 15000 Euro übrig. Dieses Geld würden sich Kulturförderverein und Verbandsgemeinde teilen, so dass am Ende 7500 Euro von den Gemeinden getragen werden.

Nach kurzer Diskussion war sich der Rat einig: Das Geld wird im Haushalt eingestellt. "Denn es ist eine gute Werbung für die Region", sagte Silvio Wulfänger.