Am Kindertag des Jahres 1994 hatte sich im Osterburger Gymnasium der Kreis-Kinder- und Jugendring (KKJR) gebildet. In Klietz blickten die Mitglieder jetzt auf das 20-jährige Bestehen zurück.

Klietz l Der Klietzer Jugendfreizeittreff ist bereits zum zweiten Mal Gastgeber einer Mitgliederversammlung des KKJR. Der Klub in der Birkheide gehört mit zum Förderverein des Havelberger Jugendzentrums - einem von acht Gründungsmitgliedern des KKJR, die immer noch dabei sind. Der Havelberger Verein betreut zehn Jugendeinrichtungen unter seinem Dach. "Vier Male waren wir bereits Gastgeber", berichtete Jugendzentrum-Leiter Rolf Müller. So gab es neben den Klietzer Treffs Sitzungen in Havelberg und in Wulkau.

Die Versammlung in Klietz wurde genutzt, um Rückschau auf das 20-jährige Bestehen zu halten. Die Gastgeber hatten dazu eine festliche Tafel eingedeckt, zur Begrüßung gab es Sekt - natürlich alkoholfrei.

Der erste Leiter des Ringes war Hans-Ulrich Schmidt vom Shalom-Haus in Tangermünde gewesen - er durfte den Rückblick halten. Am 1. Juni 1994 hatten sich über 20 Vereine zur Gründung in Osterburg eingefunden - vorher musste Hans-Ulrich Schmidt allerdings viele Türklinken putzen. Unter anderem wurden alle Jugendämter in den damals noch drei Landkreisen aufgesucht.

Ziel des neuen Zusammenschlusses sollte es sein, Aktionen zu koordinieren, Kräfte zu bündeln sowie Ansprechpartner für Ämter und Vereine zu sein. Ein Vorstand hatte sich bei der Gründung rasch zusammengefunden, nur wollte niemand Vorsitzender werden - letztendlich stellte sich Hans-Ulrich Schmidt zur Wahl und blieb bis 1998 Vorsitzender.

Enrico Schmitt ist Leiter

Jetzt hat dieses Ehrenamt Enrico Schmitt vom Jugendrotkreuz inne. Er wird es auch in der kommenden Zeit ausüben, denn bei der Sitzung in Klietz stand auch die Vorstandswahl auf dem Plan. Das Führungsquartett wurde im Amt bestätigt, allerdings gab es einen Funktionswechsel: Rolf Müller gab das Schatzmeisteramt an Samuel Kloft von den Lebendigen Steinen aus Stendal weiter. Mit im Vorstand sind zudem Antje Walther vom Kirchenkreis und Thomas Bölcke vom Straffälligenverein.

Der KKJR organisiert seit 1997 den Jugendaktionstag im Kreis, der erste dieser Art war am 12. April jenes Jahres in Stendal. Seit einigen Jahren findet er alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Kinderfest in Billberge statt - immer am letzten Schultag.

Zudem organisiert der KKJR die Ausbildung von Jugendgruppenleitern - diese Juleica-Lehrgänge finden seit einiger Zeit immer im Klietzer Klub statt. Einer hatte gerade am Wochenende stattgefunden, der nächste ist im November.

Das Gremium ist auch Träger von Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes für die Kinder- und Jugendarbeit: Im Vorjahr waren 98 Teilnehmer in sechs Maßnahmen beschäftigt. Derzeit sind es 59 Kräfte.

Diskutiert wurde die Bildung einer Arbeitsgruppe, welche das Jugendamt berät - der Vorstand wurde beauftragt, das mit dem Amt zu besprechen.

Nach der Flut im Vorjahr wurde der KKJR natürlich auch aktiv: Er beräumte über die Aktion "Jugend packt an" den Naturlehrpfad am Klietzer See von herangeschwemmtem Unrat und half beim Abriss des flutgeschädigten Jugendklubs am See in Kamern.

Bilder