Einmal im Jahr lädt die Kommandantur des Klietzer Übungsplatzes Partner und Anrainerkommunen zum Nachbarschaftsbiwak. Kommandant Michael Vormwald verkündete dabei gestern eine Neuigkeit.

Klietz l Der Verantwortungsbereich des Klietzer Kommandanten wird im Zuge der Bundeswehrreform nun noch weiter ausgedehnt: Gehörten bislang die Plätze Klietz, Altengrabow und Lehnin zum Verbund, gesellt sich nunmehr auch noch ein Übungsplatz in der Oberlausitz, an der polnischen Grenze gelegen, dazu.

Deutschlandweit waren bei den Standortentscheidungen immerhin sechs Übungsplätze aufgelöst worden, darunter auch jener im brandenburgischen Wittstock, informierte Michael Vormwald auf dem Biwakplatz Großwudicke. Die Strukturen sollen nun optimiert werden: Bislang hatte es verschiedene nebeneinander sowie geteilte Verantwortungen gegeben. Führungsebenen werden verschlankt, klare Verantwortlichkeiten zugeordnet. Mit Beginn des kommenden Jahres beginnt zugleich die Auflösung der alten Strukturen. Klietz gehört dann zur Truppenübungsplatzkommandantur Ost.

Über das Lärmmanagement auf den drei Plätzen informierte danach Major Stephan Knaute, der stellvertretende Kommandant. Das Computerprogramm zur Überprüfung des Schießlärms nennt sich "Winlarm", es weist jede Überschreitung genau aus. So dürfen am Tage 70 Dezibel an den Messstellen nicht überschritten werden, nachts sind es gar nur 45 Dezibel. Bereits bei der Planung von Übungen müssen Windrichtung, Witterung und Bewuchs beachtet werden, notfalls wird umdisponiert. Zulässig sind pro Jahr 18 Überschreitungen, Klietz hatte im Vorjahr insgesamt sechs - davon nur eine in der Nacht. Übrigens hallte auch bei den Vorträgen der Lärm von schießenden Panzern über den Biwakplatz - hier war er weitaus lauter als in den Orten ringsum.

Die Gäste besichtigten zudem vier Stationen - darüber demnächst mehr.