Wohin soll später die berufliche Reise gehen? Diese wichtige Frage zu beantworten, ist seit Jahren Programm an der Sekundarschule "Am Weinberg" in Havelberg. BRAFO (Berufsauswahl Richtig Angehen Frühzeitig Orientieren) und BOP (Berufsorientierungsprogramm) sind zwei Module dafür.

Havelberg l Mittendrin im BOP stecken derzeit die Schüler aus der Klassenstufe 8. Den ersten Teil davon - das Hineinschnuppern in verschiedene Berufsfelder sowie die computergestützte Analyse ihrer Leistungen und eigenen Vorstellungen zur Ermittlung ihrer Potenziale - haben sie hinter sich gebracht. Die Berufsbildungsakademie Altmark im Havelberger Gewerbegebiet mit ihren Lehrräumen und -werkstätten war dabei wieder ein prima Partner für die Sekundarschule.

Spaß an der Arbeit

"Ich hab` eine Menge Freude mit den Schülern", erklärt im Berufsfeld Bau der Ausbilder Detlef Paehr. "Sie zeigen sich sehr interessiert, sind deshalb sehr aufmerksam und diszipliniert und vollbringen super Leistungen. Mädchen und Jungen gleichermaßen. Es gibt absolut nichts zu meckern."

Nicklas Petersen aus Neuermark-Lübars gehörte zu den Schülern, die sich hier recht wohl fühlten. "Das könnte mir gefallen", sagte der 13-Jährige. Aber auch von einem technischen Beruf wäre der junge Mann nicht abgeneigt. "Ich schraube und bastele gerne an allem herum", meinte er lächelnd. Gina Tocessa Schneider zeigte sich vom Mauern ebenfalls begeistert. "Einfach nur geil", kommentierte sie kurz und knapp.

Täglich ein Berufsfeld

Außerdem konnten die Sekundarschüler noch in kaufmännische Berufe, in Berufe des Hotel- und Gaststättenwesens sowie in der Metallbranche hineinschnuppern. Jedes Mädchen und jeder Junge hatte dazu an jedem Tag ein anderes Berufsfeld zu durchlaufen. Im Dezember, kurz vor den Ferien zum Jahreswechsel, geht es für die Achtklässler mit dem zweiten Teil von BOP weiter. Dann erfolgt in den Werkstätten der Berufsbildungsakademie die praktische Erprobung in dem Beruf, der für den jeweiligen Schüler am geeignetsten erscheint.

Was in der Ausbildungsstätte im Havelberger Gewerbegebiet an Berufen nicht geboten werden kann, wird von dieser auch vermittelt. Wenn ein Jugendlicher zum Beispiel in der Landwirtschaft, bei der Polizei oder bei der Bundeswehr ein Berufspraktikum machen möchte, kann ihm dieser Wunsch erfüllt werden.

Weitere Möglichkeiten, sich in einem bestimmten Beruf auszuprobieren, bieten immer die Ferien. Auch in diesem Fall ist die Berufsbildungsakademie auf der Suche nach einem Praktikumsplatz der richtige Ansprechpartner bei BOP.

   

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