Für Besucher ist das Havelberger Prignitz-Museum momentan geschlossen. Grund ist die Sanierung der Fenster im Westflügel. Zudem wird der Eingangsbereich umgestaltet.

Havelberg l Die Abteilung Siedlungsgeschichte samt Eingangsbereich des Prignitz-Museums in der Klosteranlage am Dom ist noch nicht saniert. Zumindest ein Teil wird jetzt erledigt. Möglich machen das Gelder aus der Städtebausanierung der Stadt Havelberg, ist die Domstiftung Sachsen-Anhalt froh über diese Unterstützung. Die Fenster zum Domplatz hin werden neu gebaut. Am Donnerstag traf sich Tischlermeister Sven Bittkau aus Badingen mit dem zuständigen Bauleiter Wolfgang Meyer, der seit Jahren für die Stiftung die Bauprojekte begleitet, und dem Leiter der Museen des Landkreises Stendal, Frank Hoche.

Anhand einer Schablone ist zu sehen, wie die neuen Holzrahmen für die Isolierfenster in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde aussehen werden. Die alten Fenster, die im Zuge der Eröffnung des Museums 1905 in dem bis dahin als Speicher genutzten Raum eingesetzt wurden, waren einfach verglast. Die Zeit der zugigen Fenster hat bald ein Ende, energetische Einsparungen werden die neuen Fenster ebenfalls mit sich bringen. "Für die Mitarbeiter im Kassenbereich werden sich die Bedingungen verbessern", ist Frank Hoche froh. Die Fenster auf der gegenüberliegenden Seite zum Klosterhof hin werden repariert, berichtet Wolfgang Meyer.

Für den Eingangsbereich des Museums wurde eine Lösung gefunden, damit dort im nächsten Jahr die zu erwartenden Besucherströme durchgelassen werden können. Zudem wird im Bereich des Überganges vom West- zum Südflügel durch ein Podest und eine Rampe für einen barrierefreien Zugang zu den Ausstellungen zur Dom- und zur Stadtgeschichte gesorgt.

In diesem Jahr ist mit Hilfe der Stadt außerdem der Bereich für das "Domcafé" am Ostflügel hergerichtet worden. Für die Buga-Zeit wird ein Caterer dort die Versorgung der Besucher übernehmen, berichtet Ralf Lindemann von der Stiftung Dome und Schlösser. Dafür werden auch drei Räume im Ostflügel in Ordnung gebracht. Wie positiv sich der Paradiesgarten im Zuge der Vorbereitungen auf die Buga verändert hat, konnten schon alle Teilnehmer der Buga-Baustellenführungen in Augenschein nehmen. Die Bauarbeiten im Westflügel sollen so schnell wie möglich erfolgen, "damit Herr Hoche das Museum bald wieder eröffnen kann", sagt Ralf Lindemann. Für das nächste Jahr hofft er, "dass wir nichts machen müssen und der Dom die Besucherströme zur Buga gut übersteht".

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