Etliche Baumaßnahmen sind in den vergangenen Jahren mit Blick auf die Bundesgartenschau schon erledigt worden. Doch gibt es immer noch einiges zu tun. Über den aktuellen Stand gab es Informationen im Umwelt- und im Bauausschuss. Und die Bitte an die Bürger um Verständnis.

Havelberg l Dass die Domtreppe gesperrt ist, hat zu einigen Anrufen in der Stadtverwaltung geführt. Gefragt wurde, ob während der Zeit der Krugtorhohlweg geöffnet werden kann, damit Fußgänger zwischen Altstadt und Oberstadt besser hin- und hergelangen. "Das ist nicht möglich", sagte Kämmerin und Bauamtsleiterin Petra Jonschkowski am Mittwochabend im Bauausschuss. Die Anlagen, die für die Buga vorbereitet sind, müssen geschützt bleiben.

"Können uns keine Störmanöver mehr leisten"

Sven Hetke

Flethe beziehungsweise Nußberg sind ab Montag gesperrt, damit die Bauarbeiten dort fortgesetzt werden können. Stadtrat Sven Hetke, der dort mit seiner Firma die Arbeiten ausführt, warb um Verständnis bei den Bürgern. Denn leider gibt es auch Bürger, die zum Beispiel voraussetzen, dass ein mit Baumaterial voll beladener Sattelzug einen Pkw durchlässt, weil er keine paar Minuten warten könne. Oder auch, wie jetzt geschehen, Warnbaken an einer frisch gelegten Gosse entfernt werden und diese kaputt gefahren wird, so dass die Bauarbeiter noch mal von vorn anfangen mussten. "Die Witterung verlangt, dass wir uns keine weiteren Störmanöver leisten. Um den Asphalt in der Flethe aufbringen zu können, darf es weder Regen noch Reif geben, unser Zeitfenster ist dafür also recht klein. Außerdem müssen wir die Sicherheit auf den Baustellen gewährleisten."

Warum Domtreppe und Flethe zur gleichen Zeit gesperrt sind, erklärte Petra Jonschkowski: Für das Verzinken des Treppengeländers wurden der Stadt kurzfristig Fördergelder bewilligt, die noch in diesem Jahr abgerechnet werden müssen. "Wir können es uns nicht leisten, auf Fördergelder zu verzichten", sagte sie und machte deutlich: "Wir befinden uns jetzt im Endspurt zur Buga."

"Fördergelder sind Glücksfall für Havelberg"

Christine Maczutajtis

Christine Maczutajtis, die als sachkundige Einwohnerin im Bauausschuss mitarbeitet und das Bauamt im Elbe-Havel-Land leitete, sprach von dem "Glücksfall für Havelberg, so viele Fördergelder erhalten zu haben. Wenn das alles über normale Straßenausbaubeiträge durch die Anwohner hätte mitfinanziert werden müssen, wäre wohl lange nicht so viel gebaut worden."

Um bewusst zu machen, was sich in den vergangenen Jahren alles in Havelberg positiv verändert hat, zeigte Petra Jonschkowski Fotos sowie Auflistungen mit geflossenen Fördergeldern und abgearbeiteten Maßnahmen. Der gesamte Dombereich hat sanierte Straßen, einschließlich eines neuen Kreisels am Wasserturm, um nur ein Beispiel zu nennen.

Gern würde die Stadt noch den Platz vor dem Pflegeheim am Camps gestalten. Hier wartet sie noch auf einen Fördermittelbescheid, der zudem Voraussetzung ist, dass der Eigentümer des "Haus Helena" die Fassadensanierung fortsetzen kann. Doch im Großen und Ganzen ist vieles fertig oder steht kurz vor der Vollendung.