Einmal im Jahr lädt der DRK-Ortsverein des Altkreises Havelberg die Blutspender ein, die in den zurückliegenden Monaten eine "runde" Spende leisteten.

Elbe-Havel-Region l Im Saal des "Seeblicks" in Klietz hieß Birgit Lemke am Freitag treue Blutspender willkommen. Sie steht dem Ortsverein kommissarisch vor, bis im Januar die Vorstandswahlen stattfinden.

Bevor das Büfett eröffnet wurde, fanden Ehrungen statt. Zunächst bekamen die Blutspender Blumen, die in diesem Jahr "runde" und besonders viele Spenden leisteten: Es waren Waltraut Gennermann (80), Heiko Gennermann (85), Heike Krauß (90), Hans-Joachim Groß (92), Anneliese Koch (95), Christine Reppin (95), Marion Schermert (100), Frank Sturm (102), Joachim Post (105), Volker Woltersdorf (113), Annegret Steffen (115), Olaf Grothe (120) und Werner Suske (138).

Die meisten Blutspenden hat ein Fischbecker: Paul Steinberg. Schon 195mal hat er sein Blut für andere gespendet. "Die 200 will ich auf jeden Fall noch voll machen", sagt der 67-Jährige. 1967, als er bei der Armee war, hatte er die erste kostenlose Spende geleistet. Und seitdem fehlt er bei kaum einem Spendetermin in Schönhausen.

Der Blutspendeball war für Birgit Lemke auch ein guter Anlass, Mitarbeitern und Ehrenamtlichen Dankeschön zu sagen. Und zwar Peggy Reim, die in der Sozialboutique tätig ist, Marina Ryl und Tamara Schwichtenberg, die bei der Blutspende in Schönhausen helfen, und den Havelbergern Maik Möbius und Christine Heck, die ebenfalls die Blutspendetermine absichern und in der Kleiderkammer zupacken.

Außerdem wurden drei Bürgerarbeiter verabschiedet, die dem DRK zwei Jahre lang zur Seite standen: Udo Habel, Ute Gorges und Rosemarie Mosebach aus Havelberg. Ihre Zeit endet Ende November. Sie waren in der Begegnungsstätte aktiv und vor allem in der Kleiderkammer, wo die Arbeit vom Sortieren bis hin zur Ausgabe reicht. "Sie haben versprochen, ehrenamtlich weiterzumachen", freut sich Birgit Lemke über diese Zusage.

Und sie dankt an dieser Stelle allen Bürgern, die in diesem Jahr zur Blutspende gegangen sind. Zwar stehen noch Termine an, aber ein erstes Resümee kann schon gezogen werden: 2014 war im Großen und Ganzen ein durchschnittliches Jahr mit leicht sinkender Tendenz. Gerade auf den Dörfern nehme die Zahl der Spender etwas ab. Denn es kommen nicht so viele Neuspender nach wie Langjährige alters- oder gesundheitsbedingt ausscheiden. Deshalb geht der Appell an alle Gesunden ab 18 Jahre in der Elbe-Havel-Region, sich für die Blutspende zu entscheiden, um anderen Menschen Gutes zu tun und sich selbst gesundheitlich kontrollieren zu lassen.

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