Garz l Die Garzer können nicht nur tolle Fest ausrichten, sondern auch fleißig arbeiten. Das stellten sie beim Arbeitseinsatz unter Beweis, bei dem mehrere hundert Blumen, Sträucher und Bäume gepflanzt wurden. Das Geld für die Gewächse stellte die Stiftung Umwelt-, Natur- und Klimaschutz zur Verfügung, informierte Ortsbürgermeisterin Astrid Braunsdorf. Es hatte auf Antrag der Garzer sogar einen Nachschlag gegeben.

"Diese Pflanzaktion ist vor allem für unseren Ort bestimmt, nicht nur für die Bundesgartenschau - es gibt ja auch eine Zeit danach", sagte die Garzerin auf der Ratssitzung. Im Vorfeld wurden alle in Frage kommenden öffentlichen Flächen begutachtet, hier sollten vor allem pflegeleichte Pflanzen in den Boden kommen. Im Frühjahr und im Herbst soll es dann immer große Einsätze zur Pflege geben.

Etwa 50 Einwohner aller Altersklassen hatten sich am Wochenende zur Pflanzaktion eingefunden. Zuerst musste das Rondell vom alten Bewuchs, der teils schon arg unschön aussah, befreit werden. Für die Neubepflanzung hatte Astrid Braunsdorf einen Plan von der Gärtnerei bekommen - die Pflanzen im Beet werden das gesamte Jahr über blühen. Eingepflanzt wurden unter anderem Heide, Hortensie, Feuerdorn, Scheinhasel, Anemone und Weigelie. An der Ortsdurchfahrt wurde eine Hecke angelegt, sie besteht aus Wildrosen. "In der Deichstraße wird ein Fliederhain angelegt", berichtete Astrid Braunsdorf. Und beim Fischer auf dem Gelände der alten Klärgrube soll der Birnbaum wachsen, den Garz als Zweitplatzierter im Dorfwettbewerb gewann. Auch hier soll eine Hecke entstehen, welche aber die Anwohner selbst gestalten möchten.

"Das wird irre, wenn hier alles blüht," blickte die Ortsbürgermeisterin ins kommende Jahr. Aufgerufen zu der Aktion hatte der Havelhöfe-Verein. Unterstützung kam vom Agarbetrieb Köpke - der Radlader schaffte die von der Kompostieranlage aus Rathenow besorgte Muttererde heran, der Wasserwagen wurde gleich zum Angießen genutzt. Wer tüchtig arbeitet, soll auch ordentlich essen: Gudrun Warnke bereitete für alle Helfer eine Kartoffelsuppe zu - natürlich aus Garzer Erdknollen.

Weitere Obstbäume wie Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume wurden ebenfalls im Dorf gepflanzt. Denn derzeit läuft hier ein Projekt: Wer einen Baum pflanzt, erhält eine Sitzbank gratis dazu. Vor allem die Senioren hatten oft bemängelt, dass Sitzgelegenheiten nicht nur auf dem Weg zur Schleuse fehlen. Die Birnbäume sind zudem ganz praktisch: Ihre Früchte lassen die Garzer auswärts zu Schnaps brennen.

   

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